Schaukelstuhl

Ein Stuhl, der schaukeln kann, da er auf Fugen steht. Er diente schon ab 1620 in Massachusetts den Einwanderern zu Entspannung. Der von der Glaubensgemeinschaft der „Shaker“ entwickelte schnörkellose funktionelle Stuhl war aus Ahorn, Kirsche, Nussbaum oder Pinie und wurde farbig gebeizt ein Renner.

1870 brachte Michael Thonet den Schaukelstuhl Nummer 1 auf den Markt. Er krümmte Rundstäbe aus Buche mittels Wasserdampf und brachte im Inneren Stäbe zur Stabilisierung an. Weitere aufwendige Details machten die Herstellung so teuer, dass er nur auf Anfrage produziert wurde.  Der amerikanische Präsident Benjamin Franklin soll seinen drehbaren Schaukelstuhl selbst erfunden haben.

Willy Guhl, ein Schweizer, entwickelte 1954 seinen Strandstuhl aus einem Eternitband, der immer noch, jedoch eternitfrei, hergestellt wird.

Berühmte Designer fanden es  reizvoll,  einen Schaukelstuhl zu entwerfen; ein Klassiker ist der Eames Plastic Armchair mit Armlehnen. Vor allem in den 70iger Jahren war er als Korbsessel sehr beliebt. Die Materialien haben sich geändert, es gibt ihn in allen Preisklassen und Formen. Die Sicherheit von Schaukelstühlen wird heute durch die ISO Norm bestimmt.

Schaukeln auf einem Stuhl erfreut kleine Kinder schon im Schaukelpferd. Wissenschaftlich erwiesen ist, dass vor allem Demenzkranke mit dem beruhigenden Schaukeln ihr Gleichgewichtsorgan stimulieren. Der Schaukelstuhl wird also weiterhin seinen Platz unter den Sitzmöbeln behaupten können, da er nicht nur eine beruhigende sondern auch eine medizinische Funktion erfüllt.







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