Philippe Starck

Philippe Starck wurde 1949 in Paris geboren und studierte dort an der privaten Ecole Nissim de Camondo. 1965 gewann er den Möbelwettbewerb „La Vilette“ und machte sich schon 1967 mit einer Firma für aufblasbare Häuser und Objekte selbständig. Die Freude, Objekte zu konstruieren hat er vielleicht von seinem Vater geerbt, der von Beruf Flugzeugkonstrukteur war. Zu Beginn der Siebzigerjahre holte ihn Pierre Cardin als Art Director in sein Imperium, was Philippe Starck schon nach zwei Jahren wieder verließ. Es folgten eigene erfolgreiche Projekte wie die komplette Inneneinrichtung zweier Nachtclubs.  Die Gründung seines Unternehmens „Starck Products“ war der Beginn seiner Karriere als Innenarchitekt und Produktdesigner. 1982 durfte er die Privaträume des Französischen Staatspräsidenten Francois Mitterand im Elysee-Palast neu gestalten, womit der Weg auf der Erfolgsleiter frei wurde.

Philippe Starck wurde zum Star Designer der Achtziger Jahre. Es gibt kaum ein Gebiet, für das er nicht Irgendetwas entworfen hat. Die Zitronenpresse „Juicy Salif“ von 1990 ist bis heute ein Designklassiker der Firma Alessi. Im Badezimmer finden wir Armaturen, die für Hansgrohe entworfen wurden, und wir können auf verschiedenen außergewöhnlichen Stuhlkreationen der Firma Kartell sitzen. Die Verbindung ungewöhnlicher Materialien miteinander überrascht immer wieder: Transparentes mit Blickdichtem, Plüsch mit Metall. Anschließend bringt er sein Objekt in eine Form die niemand erwartet und gibt ihm einen Namen, der auch schon mal aufstößt. Eine Klobürste namens „Excalibur“ erregte die Londoner Times.

Provokation ist Programm bei Philippe Starck. Er liebt die Selbstinszenierung und steht gerne in der Öffentlichkeit. Sein Name ist Reklame für seine Produkte und garantiert ein gutes Geschäft. Dass sich Erfolg auch ohne Medienrummel und Skandale einstellt, zeigt der zehn Jahre jüngere Designer Jasper Morrison. Er ist sehr zurückhaltend und gilt als Vertreter der „Neuen Einfachheit“. Auch Ron Arad gehört zu den besten Designern unserer Zeit und ist überaus erfolgreich ohne spektakuläre Selbstvermarktung.

Von Philippe Starck erwarten wir nicht nur gutes Design sondern ein wenig Theater und Spaß. Er scheint immer gut gelaunt und fröhlich und steckt uns damit an.







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