Zartan Stuhl von Philippe Starck

Der Zartan Stuhl von Philippe Starck ist ein Beispiel dafür, wie attraktiv nachhaltiges Design aussehen kann. Als der Prototyp 2011 auf der Internationalen Mailänder Möbelmesse vorgestellt wurde, fand er bei den Besuchern starkes Interesse, denn bisher war der Hersteller Magis hauptsächlich für die Produktion hochwertiger Kunststoffmöbel bekannt. Die Verarbeitung von Bambus, Hanf, Holz und Leinen ist der ökologische Beitrag des französischen Designers zum Umweltschutz und der Verantwortung für die zukünftige Generation. Die Zusammenarbeit von Philippe Starck und Eugeni Quitllet hat den Zartan Stuhl in einer Kollektion von fünf Stühlen hervorgebracht, jeder einzigartig in Material und Erscheinung. Während alle Stühle ein Metallgestell besitzen besteht die geschwungene Sitzschale bei jedem Modell aus einem natürlichen Rohstoff mit anderem Finish.

Das italienische Unternehmen Magis ist Spezialist in der Produktion von Sitzschalen aus einem Guss und überträgt dieses Know How auf die Fertigung der Öko-Stühle. Dabei wird Holzmehl, ein Reststoff aus der Holzproduktion, mit Fasern, Wachs und Fischöl gemischt, so dass ein „flüssigen Holz“ entsteht. Unter Hochdruck verhält sich dieses Material ähnlich wie flüssiger Kunststoff und lässt sich in jede gewünschte Form spritzen. Der Zartan Stuhl sieht deshalb nicht aus wie aus Abfallstoffen hergestellt, die Oberfläche der Sitzschale ist glatt, naturfarben oder farbig,  oder besteht aus geflochtenem Bambus. Das Gestell lässt die Handschrift von Philippe Starck erkennen, die Beine eine wenig stacksig, wie bei seiner berühmten Saftpresse. Die Sitzschale scheint sich auf dem Gestell auszuruhen. Magis fertigt den Stuhl in verschiedenen frischen Farben mit gleichen oder unterschiedlich farbigen Gestellen.

Insgesamt ist der Zartan Stuhl positiv zu bewerten, seine Form ist modern, sein Material und die Produktionsweise sind zukunftsweisend, außerdem ist er bequem. Wer sicher sein möchte, einen toxologisch einwandfreien Stuhl im Haus zu haben, der aus nachwachsenden und wieder verwerteten Rohstoffen stammt, liegt mit dem Zartan Stuhl richtig. Das Plastikzeitalter scheint sich zu verabschieden, Designer und Hersteller müssen neue Wege beschreiten, um zu bestehen.

Comback Stuhl von Patricia Urquiola

Stühle mit Stangenlehnen sind wieder angesagt. So hat sich auch Patricia Urquiola dieser klassischen Bauweise gewidmet und den guten alten Windsor Stuhl aus dem England des 18. Jahrhunderts neu interpretiert. Jeder kennt das Original aus Western und anderen amerikanischen Filmen, häufig als Schaukelstuhl aus Holz. Der Name Comback Stuhl ist treffend und macht deutlich, dass er einen Bezug zur Vergangenheit hat. Für Holzliebhaber ist es gewöhnungsbedürftig, die Neuauflage in Kunststoff zu sehen, aber spätestens nach der Sitzprobe sind alle Zweifel verschwunden. Der Italienische Kunststoffmöbelspezialist Kartell fertigt den modernen Stuhl aus thermoplastischem durchgefärbten Technopolymer, ein Material, das äußerst robust und widerstandsfähig ist. Die hochglänzende Oberfläche macht den Comback Stuhl zum Juwel am Esstisch und fällt auch als Einzelstück überall positiv auf. Dabei erzeugt jede Farbe ein anderes Wohnambiente, das von sportlich bis elegant reicht. Für einen intensiven farbigen Akzent um Raum stehen die Farben Rot, Blau, Gelb zu Auswahl, dezent klassisch treten die weißen, schwarzen und zementgrauen Modelle auf.

Sieben Stangen bilden die Rückenlehne des Stuhls und verlaufen bis zum Lendenbereich. Dann verbreitert sich die Lehne durch eine Kante aus Sechsecken, die im Halbkreis verläuft und der Stabilisierung der Konstruktion dient. Hier schließen sich elf weitere vertikale Stäbe an, die in der Sitzfläche münden. Mit modernster Technik wird der Comback Stuhl aus einem Guss gefertigt, so dass sich kein Einzelteil lösen kann. Der ergonomisch geformte Stuhl ist trotz seiner hohen Lehne stapelbar, was mit einem Holzstuhl dieses Formats nicht möglich wäre.

Die Designerin hat sich drei verschiedene Gestelle ausgedacht, die den persönlichen Ansprüchen der Nutzer gerecht werden. Der „Comback Drechstuhl“ steht auf vier Stützstangen mit drehbarem Mittelrohr, der „Comback Schlitten“ besitzt zwei dünne Kufen, der „Comback Holz“ verfügt über vier Buchenholzbeine, lasiert in Eichenfarbe oder lackiert. 2011 gewann der Comback Stuhl den Wallpaper Design Award.

Vienetta Stuhl

Mit dem Namen Vienetta verbinden viele Leute eine zartschmelzende Eiscreme, die von hauchdünner Schokolade durchzogen ist. Der Designer Floris Wubben scheint sie zu mögen, denn sein Vienetta Stuhl hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der süßen Versuchung. Kreativität und Innovation sind für ihn die treibende Kraft seines Designs, das Experimentieren mit neuen Materialien eine Herausforderung. Seine Vorliebe für skulpturale Objekte zeigt sich auch beim Entwurf zum Vienetta Stuhl. Die Funktion steht nicht im Mittelpunkt, sie ist Teil des Gesamtkonzepts, zu dem das ungewöhnliche Material und die Formgebung gehören. So überzieht Floris Wubben den Stuhl nicht einfach mit Stoff oder Leder und verzichtet auf eine durchgängig glatte Oberfläche. Für die Rückenlehne und die Sitzfläche legt er Kunststoff in Wellen, das auf einem glänzenden verchromten Stahlrohgestell mit querlaufenden Rohren befestigt wird. Es entsteht ein ähnlicher optischer Effekt, wie ihn die Eiscreme aufweist. Das weiße Polypropylen verleiht dem Vienetta Stuhl eine besondere Leichtigkeit und macht ihn gleichzeitig sehr stabil. Diese Konstruktion ist zerlegbar, jedes einzelne Element auf Wunsch austauschbar. Das lässt dem Nutzer die Option offen, farbige Elemente einzusetzen oder den Stuhl in einer anderen Farbe zu gestalten. Hierfür stehen 25 Farbtöne zur Auswahl.

Neben seinem interessanten Outfit ist der Vienetta Stuhl bequem und standfest. Die Ausmaße von 50 cm Breite x 50 cm Tiefe x 90 cm Höhe sind großzügig angelegt.

Formal zeigt er eine Nähe zu den Kunststoffstühlen der 50er Jahre und den beliebten Lamellenrollos dieser Epoche. Der Designer trifft damit ins Schwarze, denn viele aktuelle Möbelmessen zeigen Retro Produkte und Reeditionen vergangener Zeit. Der Vienetta Stuhl lässt sich somit problemlos in die gewünschte Wohnwelt integrieren und macht auch auf der Terrasse einen guten Eindruck, weil er sommerlich frisch wirkt.

 

Der Vienetta Stuhl wurde erstmals auf der Dutch Design Week 2009 vorgestellt, der größten Ausstellung für junge talentierte Künstler und Designer. 2010 war er auf der „Hidden Heroes“ während der Internationalen Mailänder Möbelmesse vertreten.

 

Raviolo Stuhl von Magis

Der Raviolo Stuhl gehört seit 2011 zur Kollektion des italienischen Möbelherstellers Magis und stammt aus der Feder des weltberühmten Designers und Architekten Ron Arad. Name und Form des Stuhls erinnern an italienische Pasta, selbst die gerillte Oberflächenstruktur zeigt die Nähe zur Nudel. Sitz und Rückenlehne bleiben glatt, weil es für den Nutzer bequemer ist und optisch einen Kontrast setzt. Frontal oder von hinten betrachtet erscheint der Korpus des Stuhls wie ein umschlungener Hocker. Diesen „gewickelten“ Stuhl in die Realität umzusetzen ist dank der großen Erfahrung von Magis und mit Hilfe neuester technischer Produktionsverfahren möglich geworden. Im Rotationsverfahren wird der Raviolo Stuhl aus Polyäthylen in seine außergewöhnliche Form gebracht, die auch als Skulptur durchgehen könnte. Leuchtende Farben in lila, rot, gelb, orange, hellgrün und olivgrün rücken den Stuhl in den Mittelpunkt des Geschehens. Auch in schwarz und weiß fordert er geradezu heraus, ihn aus der Nähe unter die Lupe zu nehmen und zu testen wie komfortabel er ist. Der Raviolo Stuhl ist 77 cm hoch, 69,5 cm breit, 56,5 cm tief, und bietet eine Sitzhöhe von 44,5 cm. Seine ergonomische Form garantiert ein entspanntes Sitzen, selbst die Sitzfläche passt sich der Körperform an. Der hochwertige Kunststoff macht den Stuhl wetterfest und uv-resistent, also ideal für den Außenbereich. Das Material übersteht lange Sitzungen in der Sonne ebenso wie Gewitter oder den Aufenthalt im Schnee. Im Ensemble aufgestellt kann sich der Kunde an der Farbenpracht der Stühle erfreuen oder durch die Wahl eines bestimmten Farbtons ein ganz persönliches Ambiente schaffen, das zur Architektur des Hauses und dessen Ausstattung passt. Ron Arad hat mit dem Raviolo Stuhl ein Schmuckstück erschaffen, das eine besondere Note auf die Terrasse und in den Wohnraum bringt. Als Einzelstück ersetzt der Stuhl ein teures Bild an der Wand, ruft aber genau so viel Aufmerksamkeit bei Freunden und Gästen hervor. Einen Designerstuhl von einem Stararchitekten entworfen, hat nicht jeder zu Hause.

Nagasaki Stuhl

Auf der Stockholm Furniture Fair 2011 stellte das Dänische Designunternehmen Gubi den Nagasaki Stuhl vor, der bereits 1954 von Mathieu Matégot für Gubi entworfen wurde und nun als Reedition auf den Markt kommt. Der Designklassiker aus den Fünfziger Jahren gilt als bekanntester Entwurf des Ungarn, der zu den besten Nachkriegsdesignern zählt und zukunftsweisende Techniken einsetzte. Als erster Designer kombiniert er Röhrenstahl mit perforiertem Blech und verarbeitet es wie eine Lage Stoff. So erhält der Nagasaki Stuhl eine organische Form von extremer Leichtigkeit, die durch ein schlankes Dreibeingestell verstärkt wird. Der geschwungene Sitz befindet sich in einem optischen Schwebezustand, weil er nur mit zwei Bügeln am Gestell befestigt ist. Die fast ovale Rückenlehne aus gelochtem Metall wirkt wie mit einem Netz aus Hightechmaterial bespannt. Sie ist an dem Stahlrohr befestigt, das zum hinteren Stuhlbein wird. Der Nagasaki Stuhl ist 74 cm hoch, 54 cm breit und 50 cm tief. Das Familienunternehmen Gubi fertigt das Gestell aus rostfreiem Stahl in schwarz, die Rückenlehne aus Metall in schwarz. Den farblichen Kontrast bildet der Metallsitz in gelb, rot oder weiß.

 

Der Frontale Blick auf den Stuhl weckt Assoziationen zur asiatischen Kultur, mit viel Fantasie entsteht das Bild eines Samurai. Die Form erscheint wie eine dreidimensionale Tuschezeichnung aus einem modernen Manga und lässt nicht vermuten, wie alt sie ist. Der Designer hat dem Nagasaki Stuhl ein zeitloses Design gegeben, das auch nach fast 60 Jahren aktuell ist und zukünftige Designströmungen überstehen wird. Wer den Stuhl zum ersten Mal sieht, ist von seiner Modernität überrascht, sowie von dem hohen Sitzkomfort überzeugt.

 

Der Nagasaki Stuhl befindet sich in der Ständigen Ausstellung des Musée des Arts décoratifs in Paris und im Vitra Design Museum, wo er auch als Vitra Miniatur im Maßstab 1:6 erhältlich ist.

 

Mathieu Matégot entwarf nur 10 Jahre lang Möbel und widmete sich anschließend der Gestaltung von Wandteppichen. Er verstarb 2001 in Angers in Frankreich.

Juno Stuhl

Der Juno Stuhl ist das Ergebnis der ersten Zusammenarbeit zwischen Aper und James Irvine. Es ist ein Stuhl aus Polypropylen geworden, der aus einem Guss entsteht. Der Hersteller setzt dazu das Gasinnendruck-Spritzgussverfahren ein, um in einem Arbeitsgang zum Ziel zu kommen. Der Juno Stuhl steht im Einklang mit den Designvorstellungen des Unternehmens Arper, die besagen: „Gutes Design ist eine Synthese aus Technik, Kosten, Material, Funktion, Verwendung, Geschmack und Nachhaltigkeit“.

 

James Irvine hat einen ressourcensparenden Stuhl entworfen, der aufgrund seiner schlanken Form den Materialeinsatz stark reduziert und trotzdem robust und stabil ist. Den Juno Stuhl gibt es in den fünf Farben weiß, sand, athrazit, orange, gelb. Er wird mit oder ohne Armlehnen sowie mit zwei unterschiedlichen Rückenlehnen gefertigt, einer geschlossenen und einer mit Aussparung versehenen Variante. Der Juno Stuhl hat aber noch mehr zu bieten: er ist auch mit Sitz- und Lehnenpolster, und mit Sitz- oder Lehnenpolster erhältlich.

 

Der hochwertige Kunststoff macht den Juno Stuhl für den Innen- und Außenbereich tauglich, zudem ist er äußerst pflegeleicht. Seine modernen Farben bringen auch bei bedecktem Wetter eine angenehme Atmosphäre in den Garten und auf die Terrasse.   Er ist ideal als Küchen- oder Esszimmerstuhl und überall dort, wo auf besondere Hygiene Wert gelegt wird. Mit seiner ansprechenden Figur und einem hohen Sitzkomfort bietet er sich für den Konferenzbereich und Veranstaltungsräume an.

Seine schlanke Silhouette und seine fließende Form heben sich angenehm von Plastikstühlen aus Massenproduktion ab. Aufgrund seiner Leichtigkeit kann er gestapelt platzsparend gelagert und problemlos hervorgeholt werden. Das macht ihn besonders attraktiv für die Betreiber gastronomischer Betriebe, die schnell auf den Gästestrom reagieren müssen und nach der Schließung die Sitzplätze ins Nachtquartier transportieren.

 

Die Verbindung von Technologie, Präzision, gutem Design und erstklassigem Konzept sowie eine effektive Zusammenarbeit zwischen Designer und Produzent machten den Juno Stuhl möglich, der zu einem moderaten Preis erhältlich ist.

Caper Stuhl von Herman Miller

Der Caper Stuhl ist ein Produkt des amerikanischen Möbelherstellers Herman Miller, der in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts mit Ray und Charles Eames zusammen arbeitete. Heute schafft das Unternehmen innovative Lösungen für den Bereich Wohnen, Leben und Arbeiten. Dazu gehört der superleichte Caper Stuhl des Designers Jeff Weber, der sich vor jedem Entwurf die Frage stellt: „Wie kann ich etwas produzieren, das das Leben besser macht?“ Und das zeigt sich bei näherer Betrachtung dieses Kunststoffstuhls. Formal erfüllt er alle ergonomischen Anforderung an ein modernes Sitzmöbel, denn die flexible, geschwungene Rückenlehne und Sitzfläche verteilen das Gewicht des Nutzers intelligent und gewähren ein großes Maß an Bewegungsfreiheit. Mit vielen kleinen Löchern in Sitz- und Rückenfläche wird eine gute Luftzirkulation erzeugt, gleichzeitig minimieren sie den Materialeinsatz, was nicht nur ökonomische Vorteile für den Hersteller mit sich bringt, sondern dazu beiträgt, dass der Caper Stuhl nur 4 Kg wiegt. Den gleichen Effekt hat der Stuhl mit einer Sitzfläche aus atmungsaktivem FLEXNET. Das Gestell aus Stahl und Aluminium ist optisch ansprechend und ebenfalls leicht. Der Caper Stuhl lässt sich bis zu sechs Exemplaren gestapelt lagern. Beim Transport auf speziellen Wagen zur Bestuhlung von Konferenzräumen können sogar 15 Stück aufeinander gestapelt werden. Das macht diesen Stuhl ideal für den Einsatz im Büro,  öffentlichen Räumen und in der Gastronomie. Er ist bequem, robust und gut zu reinigen. Den Caper Stuhl gibt es in vielen frischen Farben und verschiedenen Modellen, die auf den individuellen Bedarf abgestimmt werden.

 

Das Unternehmen Herman Miller ist bekannt für seine hohen Umweltstandards, die auch für den Caper Stuhl gelten. Bei der Herstellung kommen 21 %  Recycelmaterial zum Einsatz, das Endprodukt ist zu 100 % recycelbar und durch die größtmögliche Reduzierung der Materialmenge sinkt der Energieaufwand für die Produktion. Damit erfüllt der Caper Stuhl die Voraussetzungen für das Cradle to Cradle Design-Protokoll von MBDC (McDonough Braungart Design Chemistry), besitzt das GREENGUARD-Zertifikat und ist zum Erhalt von LEED-Punkten berechtigt.

 

Solo Stuhl

Der Solo Stuhl ist von dem israelischen Designer Nitzan Cohen als robuste Sitzgelegenheit für die Gastronomie und den Einsatz in öffentlichen Räumen konzipiert worden. Er ist Teil der Solo Serie, zu der noch zwei Tische und Hocker gehören. Wer die klassischen Kaffeehausstühle nicht so sehr mag, wird die moderne Interpretation dieser Stühle mögen. Auf der Internationalen Mailänder Möbelmesse 2012 wurde der Solo Stuhl erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Er wird aus Massivholz gefertigt und erhält damit die notwendige Stabilität und Robustheit für den täglichen Einsatz in Cafés, Restaurants, Kantinen und anderen Treffpunkten in der Öffentlichkeit. Cohen bringt seine Sympathie für das Material Holz so zum Ausdruck: „Unbehandeltes Holz ist das anziehendste und sinnlichste Material, das es gibt…“ Wie Konstantin Grcic und Ronan & Erwan Bouroullec hat auch Nitzan Cohen den italienischen Möbelhersteller Mattiazzi für sich entdeckt und lässt dort die Solo Serie fertigen. Das Familienunternehmen ist bekannt für seine handwerklichen Spitzenleistungen, die mit modernsten Maschinen unterstützt werden. Aus vorgebogenem Massivholz können CNC Fräsmaschinen beliebige Profile herstellen und verändern. Der Solo Stuhl ist ein gelungenes Beispiel für diese Art der Produktion.

 

Die runde Form der Sitzfläche wiederholt sich optisch durch die zum Halbkreis gebogene Lehne aus rundem Profilholz. Aus der Vogelperspektive erscheint der Stuhl wie ein großer Punkt, der von einem Halbkreis eingerahmt wird. Stuhlbeine und Stützen der Rückenlehne sind ebenfalls aus rundem Massivholz gefertigt. Die Rückenansicht zeigt sich als gleichschenkliges Trapez. Nitzan Cohen präsentiert den Solo Stuhl in verschiedenen Farben, wobei die Maserung des Holzes immer sichtbar ist und daher jedem Exemplar einen eigenen Charakter verleiht. Neben Naturtönen verwendet er rot, blau, weiß, schwarz und orange, so dass ein großer Kundenkreis von den frischen Farben angesprochen wird.

 

Der Solo Stuhl ist bis zu sechs Stück stapelbar, eine zwingende Vorraussetzung für den Einsatz in der Gastronomie. Er ist aber auch gut im privaten Haushalt aufgehoben, vor allem wenn viele Personen am Tisch sitzen oder eine kleine Bistro Ecke eingerichtet wird.

Palio Stuhl

Da der Stuhl nicht neu erfunden werden kann, sind Ähnlichkeiten mit bereits vorhandenen Modellen nicht zu vermeiden. So ist zu erklären, dass der erste Blick auf den Palio Stuhl an den berühmten Costes Stuhl von Philippe Starck aus dem Jahr 1984 erinnert. Der zweite Blick zeigt, dass Konstantin Grcic einen völlig neuen Stuhl entwickelt hat, der den gehobenen Ansprüchen der heutigen Zeit gerecht wird. Er soll seinen Platz in Cafés, Restaurants und Hotels finden und empfiehlt sich für die elegante Ausstattung von Besprechungszimmern und anderen Räumlichkeiten im Bürobereich. Im privaten Bereich bringt der Palio Stuhl Eleganz und Komfort an den Esstisch, von dem Gastgeber und Gäste überzeugt sein werden. Sein geometrischer Korpus wird von schlanken Beinen aus Aluminium, silber oder schwarz matt eloxiert, getragen und gibt dem Stuhl eine zeitlose moderne Form, an der sich niemand satt sehen wird. Er ist kompatibel mit jedem bereits vorhandenen Wohnumfeld oder bestimmt die Linie einer neuen Inneneinrichtung.

 

Der italienische Hersteller Plank fertigt den Palio Stuhl in den eleganten Farben natur und schwarz. Die gesamte Sitzschale besteht aus Kernleder und hängt in einem Stahlrohramen. Dieses strapazierfähige Leder wird bei der Produktion von Sätteln und Zaumzeug eingesetzt und übersteht eine ständige starke Beanspruchung. Aufgrund der Dicke des Leders verzichtet Konstantin Grcic auf die herkömmliche Stuhlpolsterung und verarbeitet stattdessen zwei Lagen Kernleder. Auf diesem Weg wird der gewünschte Sitzkomfort erreicht, bei dem sich das natürliche Material den Körperformen und Bewegungen anpasst. Um das hochwertige Leder beim Umsetzen des Stuhls zu schonen, ist am oberen Ende der Rückennaht ein Nylongurt angebracht, der an den Zip eines Reißverschlusses erinnert. Er lockert die Gesamtkonstruktion noch einmal optisch auf. Der Palio Stuhl ist 79 cm hoch, 53 cm tief und 54 cm breit, mit einer Sitzhöhe von 45 cm.

 

Seinen ersten erfolgreichen Auftritt hatte der Palio Stuhl auf der Internationalen Mailänder Möbelmesse 2012.

Magnus Sessel von Kettler

Das Zusammenleben erfordert manchmal Kompromisse, die auch vor den Gartenmöbeln nicht Halt machen. Wenn der eine nur Holz mag und der andere nur Kunststoff, ist der Magnus Sessel die Lösung des Problems. Der deutsche Hersteller Kettler verbindet bei diesem Gartenstuhl erstklassiges FSC Teakholz mit dem modernen Zweikomponentenkunststoff „Kettalux-Plus“, der im eigenen Betrieb entwickelt wurde. Er besitzt alle Eigenschaften, die ein Material braucht, das Regen und Sonne ausgesetzt ist: Wetterfestigkeit und uv-Beständigkeit. Die weiße Lackierung der Kunststoffteile glänzt auffällig und reflektiert das Sonnenlicht in brillanter Weise. Gleichzeitig sorgt dieses Finish für eine leichte Reinigung.

 

Die Latten der Sitzfläche und Rückenlehne sowie die Armlehnen bilden mit ihrem strahlenden Weiß einen optischen Kontrast zum naturfarbenen Holz, ergänzen sich aber überraschend gut, weil sie der Gesamtkonstruktion Leichtigkeit geben. Regenwasser kann durch die Zwischenräume der Latten abfließen, so dass die Sitzfläche nach einem Regenguss schnell trocken ist, was bei schweren Teakholzmöbeln etwas länger dauern kann. Der Magnus Sessel ist durch sein Teakholzgestell sehr stabil und robust. Das hochwertige Holz besitzt natürliche Abwehrkräfte gegen Schädlinge und ist ebenfalls wetterfest.

 

Mit seiner positiven Ausstrahlung passt der Magnus Sessel auf die Terrasse, in den Garten, an den Pool und in die Außengastronomie. Für ein entspanntes Sitzen sind die Latten der Sitzfläche und Rückenlehne nach ergonomischen Anforderungen montiert, die Rückenlehne ist leicht nach hinten geneigt. In 64,5 cm Höhe befinden sich die seitlich nach außen überstehenden Armlehnen. Die Maße lauten L 54,5 cm x B 64,5 cm x H 85 cm mit einer Sitzhöhe von 44 cm, so dass der Magnus Sessel auch gut an den Magnus Tisch passt. Das Eigengewicht von 8 Kg erlaubt einen unproblematischen Standortwechsel und erleichtert  das Stapeln des Gartenstuhls.

 

Die Firma Kettler erhielt für den Magnus Sessel 2010 den reddot design award und 2011 den iF Product Design Award.