Nielaus 290 Stuhl

Er gehört zu den Veteranen unter den Kunststoffstühlen, war jahrelang in der Versenkung verschwunden und ist nun wieder sehr gefragt. Der Nielaus 290 Stuhl wurde 1966 von dem dänischen Designer Steen Ostergaard entworfen und gilt als erstes Sitzmöbel, das in einem Arbeitsgang im Spritzgussverfahren hergestellt wurde. Als in den 60er Jahren Kunststoffmöbel Einzug in die Wohnzimmer hielten, war der ergonomisch gebaute Freischwinger nicht nur ein bequemes Sitzmöbel sondern wurde auch gerne bei Film- und Fernsehproduktionen eingesetzt. Sein futuristisches Aussehen passte in die Zeit der Mondlandung und den damit verbundenen technischen Folgeprodukten.

 

Seit 2012 wird der Nielaus 290 Stuhl von dem dänischen Hersteller Nielaus wieder aufgelegt. Sein Material besteht aus glasfaserverstärktem Polyamid und federt beim Anlehnen leicht nach. Die ergonomische Form der Sitzschale stabilisiert den Körper bei der aufrechten Haltung und wird dabei durch die Sitzhöhe von 45 cm unterstützt. Hängenlassen ist bei diesem Stuhl ausgeschlossen. Die Sitzfläche ist mit 52 cm x 52 cm groß relativ groß. Als der Nielaus 290 Stuhl entworfen wurde, waren diese Maße für mehr Bewegungsfreiheit des Nutzers gedacht, heute kommt sie auch kräftig gebauten Menschen entgegen. Der geschwungene Standfuß ist das Markenzeichen dieses Stuhls, schafft aber auch Beinfreiheit und unkompliziertes Stühlerücken.

 

Den Nielaus 290 Stuhl gibt es in den Farben weiß, schwarz, rot, gelbgrün, blau und grau. Die seidenmatte Oberfläche ist beständig gegen Abrieb und antistatisch. Sein Material ist wetterfest, so dass er auch im Außenbereich eingesetzt werden kann. Wer den direkten Kontakt zum Kunststoff meiden möchte, kann beim Hersteller Sitzkissen mit verschiedenen Textil- und Lederbezügen erwerben. Sie erhöhen den Sitzkomfort und bilden einen optischen Akzent, der ton-in-ton oder kontrastreich ausfallen kann.

 

Steen Ostergaard war es besonders wichtig, einen bequemen Stuhl zu entwerfen. Er war zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um die technischen Errungenschaften der damaligen Zeit in seinem Entwurf umzusetzen.







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