Jill Stuhl von Alfredo Häberli

Pünktlich zu Mailänder Möbelmesse 2011 wurde der Jill Stuhl der Öffentlichkeit vorgestellt, das Ergebnis der ersten Zusammenarbeit von Vitra und Alfredo Häberli. Als großer Bewunderer von Charles Eames und seiner unermüdlichen Forschung auf dem Gebiet der Schichtholzmöbel, befindet sich der schweizer Designer bei Vitra am richtigen Ort, um seine Vorstellung von einem modernen Stuhl aus Schichtholz zu realisieren. Häberli will nicht kopieren sondern die Möglichkeiten ausreizen, eine einteilige Sitzschale aus Holz zu fertigen, die seine Formensprache spricht. Mit modernster Technik, auf die Charles & Ray Eames noch nicht zurückgreifen konnten, wird der Jill Stuhl mit Hilfe eines patentierten Verfahrens hergestellt: Furniere werden wie ein Band gebogen, bis sie in der Sitzfläche mittig aneinander stoßen. Die Furnierdicke nimmt nach oben hin ab und es entsteht eine Öffnung im Übergang von Sitz und Rücken, die der Schale Flexibilität gibt und für einen hohen Sitzkomfort sorgt.

 

Bei der Gestaltung der Untergestelle findet sich eine Nähe zu Designklassikern, Häberli gibt ihnen jedoch ein zeitgemäßes Gesicht, indem er für das Stahlrohr-Vierbeinuntergestell verschiedene Materialien und moderne Farben ins Spiel bringt. In Kürze wird es den Jill Stuhl auch mit Massivholz-Untergestell und mit drehbarem Vierstern-Untergestell geben. Die Sitzschalen mit Furnieren in Eiche natur, Esche schwarz und Nussbaum lassen sich mit allen Untergestellen kombinieren und können mit gepolsterten Sitzbezügen in mehreren Farben ergänzt werden. Eine Auswahl an frischen Farben für die Kissen und die Befestigung mit Druckknöpfen an der Unterseite der Sitzfläche des Stuhls, sorgt für eine schnelle Veränderung nach Lust, Laune oder Bedarf. So kann der Jill Stuhl elegant klassisch aber auch bunt und modern aussehen.

 

Der Jill Stuhl sieht schon auf den ersten Blick bequem aus, was sich im Praxistest bestätigt. Ein Beweis, dass hoher Sitzkomfort nicht nur mit Kunststoffmöbeln zu erreichen ist, was Charles Eames schon immer wusste und sein Bewunderer Häberli mit seinem Entwurf beweist.







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