Freischwinger

Dieser Stuhl führt seinen Namen Freischwinger zu Recht, da er ins Schwingen kommt, wenn sich jemand auf ihn setzt. Durch ausgefeilte Statik wird die Kraft über die Spannung der Vorderbeine auf die Bodenkufen umgeleitet, die bis zum hinteren Ende des Stuhls laufen und die Bodenauflage vergrößern. Somit kippt der Stuhl nicht um.

Die Idee zu einem Freischwinger hatten 1926  unabhängig von einander die Architekten Mart Stam und Mies van der Rohe.  Stams Kragstuhl, der S43,  besaß starre Rohrkonstruktion, Mies van der Rohes zum Patent angemeldeter Stuhl war mit einer Federung versehen. BeimUrheberstreit wurde 1932 vor dem Deutschen Reichsgericht Mart Stam die künstlerische Urheberschaft zugesprochen, Mies van der Rohe erhielt die technische Urheberschaft.

Marcel Breuer verbesserte mit seinen unterschiedlichen Stahlrohrkonstruktionen die Elastizität des  Stuhls, eine Urheberschaft wurde von den Gerichten jedoch ausgeschlossen. 1927 zeigte er den  (auch MR 10 bzw. MR 20 genannt) in der Öffentlichkeit.

Weitere berühmte Modelle wurden aus verleimtem Schichtholz von Alvar Aalto (Modell Nr. 31) und Noboru Nakamura (Poäng für IKEA) gefertigt. Der Panton Chair ist der Klassiker aus Kunststoff, den Verner Panton erschuf.

Freischwinger vermitteln Leichtigkeit, bieten sicheren Sitzkomfort und dienen nicht nur der Entspannung sondern ermöglichen aufrechtes Sitzen am Tisch.







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