Eames Lounge Chair

Einer der bekanntesten Entwürfe von Charles und Ray Eames ist der Lounge Chair. Der Architekt und die Künstlerin erschufen ein Sitzmöbel, das den schweren englischen Clubsessel ersetzen sollte. Schon während des 2. Weltkrieges erprobten sie das Verbiegen von Schichtholz unter Dampf, zuerst für militärische Zwecke, dann für ihre Möbelentwürfe.

Nach jahrelanger Entwicklungszeit präsentierten die Eames 1956 den Lounge Chair und Ottoman, dessen Ursprung auf die Plywood Chairs aus den 40iger Jahren zurückgeht.. In Zusammenarbeit mit Herman Miller brachten sie diesen eleganten und überaus bequemen Sessel auf den Markt, mit dem Ziel, maximalen Sitzkomfort zu bieten. Mit dunklem Holzfurnier und schwarzen Ledersitzen sollte er einen Rückzugsraum von den Strapazen des modernen Lebens bieten.

Der erste Lounge Chair war ein Geschenk für den berühmten Regisseur Billy Wilder  der den Weg nach Hollywood freimachte. Filmklassiker, Dokumentarfilme und aktuelle Serien geben dem Sessel eine Plattform, z.B. das Büro von „Dr. House“, oder die Sitcom „Frasier“. Im MoMa in New York sowie im Art Institut of Chicago ist er permament zu Hause.

Herman Miller produziert das mittlerweile weltberühmte Möbelstück auch heute noch in den USA. Vitra produzierte von 1957 bis 1983 als Lizenznehmer vom Miller und besitzt seit 1984 die Rechte zur Herstellung und zum Vertrieb für Europa und dem Nahen Osten. Da die durchschnittliche Körpergröße in den letzten 50 Jahren um ca. 10 cm zugenommen hat,  wurde auch der Lounge Chair in seiner Größe in Zusammenarbeit mit dem Eames Office angepasst. Charles und Ray Eames haben Design immer als fortdauernden Prozess verstanden.







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