Compasso d´Oro Award

Der Italiener Gio Ponti initiierte 1954 den ADI Compasso d´Oro Award, in Deutsch Goldener Compass. Zu Beginn seiner Geschichte wurde der Wettbewerb von der Kaufhauskette La Rinascente ausgerichtet, um den Wert und die Qualität des italienischen Designs hervorzuheben. Ab 1964 übernahm der ADI (Associazione Per Il Disegno Industriale) die Organisation und gewährleistet nach wie vor die Unparteilichkeit und Integrität des Preises. Der Compasso d’Oro Award wird auf der Grundlage einer Vorauswahl durch ADI Permanent Observatory of Design vergeben. Die Expertenkommission besteht aus Designern,  Kritikern, Historikern, Fachjournalisten, zum Teil ADI-Mitglieder, aber auch externe Spezialisten. Eingereichte Produkte müssen entweder von italienischen Firmen hergestellt sein, auch wenn der Designer Ausländer ist, oder ein ausländisches  Produkt muss einen italienischen Designer aufweisen.

Am 22. April 2004 wurde die Historische Sammlung des Compasso d´Oro Award per Dekret durch des italienischen Ministeriums für Kulturerbe, Regionalbüro Lombardei, zum nationalen Erbe Italiens erklärt. Eine Ehre die bisher keiner Organisation des internationalen Designs zuteil wurde. Der Compasso d´Oro Award ist der älteste und einflussreichste internationale Designpreis für Produkte aus unterschiedlichen Industriebereichen. Viele berühmte Designer durften ihn entgegen nehmen, darunter Eero Aarnio, Franco Albini, Ron Arad, Mario Bellini, Achille Castiglioni, Antonio Citterio, Joe Colombo, Konstantin Grcic, Philippe Starck und viele mehr.

Am 12. Juli 2011 erhielt Alessi zweimal den begehrten Preis für das „Pasta Pot Set“ von Patrick Jouin sowie für die Geschirr Serie „Tonale“ von David Chipperfield. Zu den diesjährigen Preisträgern gehört auch der Holzstuhl „Frida“ von Pedrali, ein Entwurf des italienischen Designers Odoardo Fioravanti. Der von Konstantin Grcic entworfene Kunststoffstuhl „Myto“ wurde für die Innovationsleistung im Umgang mit Kunststoff ausgezeichnet. Auch der Fiat 500 erhielt die ehrenvolle Auszeichnung, die seinen bereits vorhandenen Kultstatus noch einmal unterstreicht.

Bis zum 25. September können alle preisgekrönten Produkte im Pelanda Museum in Rom bewundert werden.







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