Butterfly Chair

Die Leichtigkeit eines Schmetterlings übertragen auf einen Stuhl, das ist der Butterfly Chair der  Architekten Bonet, Kurchan und Ferrari-Hardoy. 1938 entwarfen sie gemeinsam diesen zerlegbaren Sessel für die Studioräume ihres Büros. Vorbild war ihnen der „Tripolina“, ein Faltstuhl aus dem 19. Jahrhundert, der beim Militär zum Einsatz kam. Statt Leder wurde gespanntes Tuch über eine Stahlrohrkonstruktion das Markenzeichen des Butterfly Chair. Nach den Initialen seiner Schöpfer benannt erlangte er auch als B.K.F-Chair Weltruhm. 1940 erhielt Jorge Ferrari-Hardoy den argentinischen Designerpreis für diesen Stuhl, da er als der eigentliche Gestalter gilt. Im Museum of Modern Art in New York ist er seitdem in der Dauerausstellung zu bewundern.

Florence und Hans Knoll nahmen das Modell 1946  in ihre Kollektion auf, und produzierten ihn in unglaublich erfolgreich. Besonders angesagt war der Butterfly Chair von Beginn an bei jungen Leuten, die sich im Geschmack von ihren Eltern abgrenzen wollten. Schwere Möbel und staubiges Ambiente waren nicht mehr gefragt, Leichtigkeit und Mobilität standen bei der Wohnraumgestaltung im Vordergrund.

Junge Menschen liebten die Leichtigkeit dieses Designerstuhls, verabschiedeten sich von üppigen Polstermöbeln und grenzten sich vom Geschmack der Eltern ab. Ein Möbelstück mit außergewöhnlichem Design und trotzdem erschwinglich für jedermann hatte es noch nicht gegeben.  Der Butterfly Chair wurde ein Renner und leider millionenfach kopiert. Knoll International verlor einen Urheberstreit und sah sich gezwungen, den Stuhl 1951 vom Markt zu nehmen.

Nach längerer Pause wird er heute wieder hergestellt und ist wie damals ein Kultobjekt für Menschen mit Freude am Design. Den Original Butterfly Chair führen gute Designer Kaufhäuser, die garantieren, dass es sich beim Kauf nicht um eine Fälschung handelt. Die Investition in diesen Stuhl lohnt sich, seine Qualität verspricht eine lange Lebensdauer und er wird auch in Zukunft der Mittelpunkt des Wohnraums sein.







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