Bone Chair

Jeder weiß, was Bone China ist, aber nicht jeder kennt den Bone Chair. Der Name klingt nach Schatzinsel und vergessenen Piraten, kann aber auch gruselige Bilder hervorrufen. Die koreanische Designerin Soyoon Choi wählte diesen Namen einfach deshalb, weil die senkrecht laufenden Holzstreben so aussehen, als würde der Stuhl seinen Brustkorb freilegen. Warum die Designerin nicht notwendige Teile in den Stuhl eingebaut hat, ist unklar. Mit dem Einfügen senkrechter Streben zwischen Armlehnen und Sitzfläche erhöht sich weder die Stabilität noch der Sitzkomfort des Stuhls. Trotzdem wird er viele Liebhaber finden. Als Material nimmt sie zum Glück keine Knochen sondern Buchenholz, das zum Schluss eine kräftige rote Lackierung erhält. Das signalrote Holz erinnert an die Lackkunst asiatischer Künstler und gibt dem Armlehnstuhl einen fernöstlichen Touch.

 

Der Bone Chair wird kein Designklassiker werden. Mit seinen harmonischen Rundungen und der Anlehnung an traditionelle Armlehnstühle aus Holz spricht er Menschen an, die gerne eine persönliche Beziehung zu einem Möbelstück aufbauen.

Seine Form strahlt Ruhe aus, die sich auf den Nutzer überträgt. Er ist ein Stuhl, der sich zum individuellen Sitzplatz entwickeln könnte, auf dem sich nur eine bestimmte Person niederlassen darf. In jeder Kultur gibt es solche Regeln, selbst in modernen Haushalten. Der Bone Chair eignet sich als Sitzplatz im Esszimmer oder in der Küche. Er ist 57,5 cm breit, 67,5 cm tief und 81 cm hoch. Die flache Sitzfläche könnte bei längerem Sitzen unbequem werden, ein Kissen wäre ratsam. Ansonsten ist der Stuhl bequem, weil die Arme abgelegt werden können und die Rückenlehne

hoch genug ist, sich anzulehnen.

 

Wem der Bone Chair zu schwer ist, um ihn als Sitzgelegenheit bei Tisch zu nutzen, kann ihn auch als Einzelstück aufstellen. Er ist ein attraktives Wohnaccessoire, dessen Anblick jeden Tag Freude bereitet.

 

Der Bone Chair wurde erstmals 2012 auf dem Soul Design Festival vorgestellt.







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