Bird Chair

(Bildquelle: http://www.markanto.de)

Harry Bertoia hatte das Metallhandwerk von Grund auf gelernt, war Dozent, Bildhauer, Designer und Künstler. Während der Zusammenarbeit mit Charles Eames in den 40iger Jahren wurden die Möbelhersteller Florence und Hans Knoll auf ihn aufmerksam und motivierten ihn mit finanzieller Unterstützung zu eigenen Möbelentwürfen. Nach vielen Experimenten gelang es ihm,  industriellen Walzdraht zu einer Sitzschale zu formen und Drahtgitterstühle daraus zu fertigen. Er entwarf 1952 eine ganze Kollektion dieser außergewöhnlichen Sitzmöbel, unter anderem den Bird Chair. Im Gegensatz zum Diamond Chair gab Bertoia diesem Stuhl eine Hochlehne, die ein komfortables Zurücklehnen und Entspannen ermöglichte. Das Drahtgitter wurde in eine geschwungene Form gebracht worden und vermittelte eine unglaubliche Leichtigkeit. Die Füße aus einem grazilen Rahmen ließen den Stuhl wie einen Vogel erscheinen. Somit war hier nicht einfach ein Sitz entstanden, sondern eine Skulptur, die den Blick auf sich zog und den Raum bereicherte. Knoll International hatte mit der Produktion dieser völlig neuen Möbelkreationen einen Riesenerfolg und bescherte dem Designer wirtschaftliche Unabhängikeit.

Bis heute stellt das Unternehmen den Bird Chair her. Er ist wie der dazu gehörende Hocker voll gepolstert und in vielen verschieden Stoffen und Farben erhältlich. Das Firmenlogo ist in seinem hochglänzend verchromten Stahlgestell eingeprägt, um Fälschungen entgegenzuwirken.

An der Attraktivität dieses Designerstuhls ging bis heute nichts verloren. Wer sich in ihm niederlässt und die Augen schließt, hat das Gefühl, mit den Schwingen eines Vogels davon getragen zu werden.







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