Folk Stuhl von Benjamin Graindorge

Der Folk Stuhl ist das erste Sitzmöbel von Benjamin Graindorge, der bisher mit Entwürfen von Leuchtobjekten, Vasen, Parfum Flacons und Spiegeln auf sich aufmerksam machte. Nun ist er zum Newcomer des ELLE DECO Design Award 2012 gewählt worden und wird einem internationalen Publikum bekannt. Diese Auszeichnung freut auch den französischen Designmöbelhersteller Ligne Roset, für den Benjamin Graindorge bereits die Vasen Bloomingbless entworfen hat. Nachdem der Franzose zahlreiche extravagante Objekte gestaltet hat, kommt der Folk Stuhl geradezu ruhig daher. Sein Gestell besteht aus massivem Eschenholz, das mit seiner offenporigen Struktur das natürliche Material unterstreicht. Der Sitz besteht aus drei, die Rückenlehne aus zwei Latten. Sie sind das charakteristische Merkmal des Stuhls und machen ihn volkstümlich wie einen Biergartenstuhl. Benjamin Graindorge verwandelt ihn in einen Designerstuhl, indem er die Latten-Elemente in Esche schwarz oder mit schwarzem Lederbezug fertigen lässt und moderne Komponenten einbaut. Die vier geraden Stuhlbeine sind mit vier diagonalen Streben verbunden, die sich unter der Sitzfläche kreuzen und für Stabilität sorgen. Sie sind für die Modernität des Stuhls verantwortlich und heben ihn von rustikalen Holzmodellen ab. Der Folk Stuhl bietet sich als Kompromiss an, wenn ein Familienmitglied mehr auf Klassiker aus Naturholz steht und das andere nicht. Die hochwertige Verarbeitung von Leder in verschiedenen Farben wird zu einem Nenner führen, um den Stuhl in die bereits vorhandene Einrichtung zu integrieren. Der Folk Stuhl verfügt über eine angenehme Sitzhöhe von 45,5 cm, so dass er an jeden Tisch passt um aufrecht zu sitzen. Er ist 83 cm hoch, 42 cm breit und 54,3 cm tief. Mit diesen Maßen ist er für die Einrichtung von Restaurants geeignet, in denen sich die Gäste in einer natürlichen Atmosphäre wohlfühlen sollen. Als Newcomer des Jahres des ELLE DECO Design Award 2012 wird mit dem Designer Benjamin Graindorge auch sein Folk Stuhl demnächst öfter zu sehen sein.

Envelope Chair

Der Envelope Chair kann sich in die Reihe der Designklassiker einordnen, denn er wird schon seit 1966 erfolgreich produziert. Er ist ein Entwurf von Ward Bennet für den nordamerikanischen Möbelhersteller Geiger, der heute zur  Gruppe Herman Miller gehört. Der Amerikaner Ward Bennet war Autodidakt und auf allen Gebieten des Designs tätig, bis hin zur Architektur. Als sein Markenzeichen galten die Verbindung von traditionellen und modernen Elementen sowie eine Neigung zum Minimalismus. Mit dem Envelope Chair entwarf er ein zeitloses Sitzmöbel, das bis heute nichts an Attraktivität verloren hat und in jeden Raum integrierbar ist.

 

Der geschweißte Stahlrohrrahmen besteht aus geraden Beinen, die fließend in Armlehnen und Rückenlehne übergehen. Die Stuhlbeine sind mit vier Querstreben verbunden, rechts und links unten, darüber vorne und hinten. Sie sorgen für die Stabilität der Konstruktion und schaffen eine optische Gliederung des Gestells. Rückenlehne und Armlehnen ergeben sich durch eine Lederbespannung, die um den  Stahlrohrahmen herumführt und ihn verpackt wie einen Umschlag. Daraus leitet sich der Name des Stuhls ab. Der gepolsterte Sitz ist mit dem gleichen Material bezogen, wie die Umhüllung des Stuhls.

 

Der Envelope Chair  findet sich häufig in den Büros von Anwälten, Notaren, Architekten und Designern, die nicht auf Stahlrohrmöbel aus dem Bauhaus zurückgreifen möchten. Das mag am höheren Sitzkomfort jüngerer Stühle liegen, aber auch an den vielfältigen Möglichkeiten, diesen zeitlosen Stuhl zu gestalten. Das Stahlrohrgestell wird mit verschiedenem Finish angeboten und für den Bezug steht eine große Auswahl an Textilien und Leder bereit. Sein klassisches Aussehen erhält er jedoch mit hochglänzendem Rahmen und Lederbezug. So wird er als Einzelstück gerne im Privatbereich aufgestellt, wo er zum bequemen Rückzugsort in der Leseecke oder am Schreibtisch wird. Der Hersteller verwendet hochwertige Materialien, die erstklassig verarbeitet ein langlebiges Produkt garantieren. Sollte der Envelope Chair unerwartet beschädigt werden, ist eine Reparatur immer lohnenswert.

Air High Stapelstuhl

Ein Stapelstuhl ist häufig praktisch aber nicht immer schön. Zu den Ausnahmen gehört der Air High Stapelstuhl, der mit einer Höhe von 97,5 cm geradezu außerirdisch neben all den 80 cm hohen Stapelstühlen wirkt. Die italienischen Designer Francesco & Stefano Borella haben mit dem Air High Stapelstuhl eine elegante Sitzgelegenheit für Wohnräume und Esszimmer entworfen. Seine optische Leichtigkeit erhält der Stuhl durch die Bespannung mit der atmungsaktiven Kunstfaser „Net“, die der Hersteller Calligaris in vier verschiedenen Modellen anbietet. Dieses Material ist waschbar, strapazierfähig und formstabil, es leiert nicht aus und hinterlässt auch bei schwergewichtigen Nutzern keine Kuhlen in der Sitzfläche. Viele Outdoor Möbel sind mit „Net“ bezogen und überstehen Sonne und Regen ohne Probleme. Mit verschieden farbigen Garnen werden Muster in den synthetischen Stoff eingewebt und lassen den Air High Stapelstuhl immer wieder anders aussehen. Die Farbtöne liegen im Bereich Weiß, Schwarz und Grau und tragen erheblich zu der stilvollen Erscheinung des Stuhls bei.

Der ergonomisch geformte Rahmen mit Vierbeingestell und hoher Rückenlehne besteht aus Metall und ist in den Varianten verchromt, satiniert und nickel schwarz erhältlich. Je nach Kombination mit der Sitzbespannung ergibt sich das passende Modell zu den bereits vorhandenen Möbeln. Wer einmal auf dem Air High Stapelstuhl Platz genommen hat, wird von seiner Bequemlichkeit beeindruckt sein. Er passt sich dem Körper an und lässt ihn entspannen. Seine Maße betragen: Breite 51 cm, Tiefe 60 cm und Sitzhöhe 45 cm. Mit 11 Kg Gewicht ist er standfest und trotzdem leicht zu bewegen. Dass er bis zu vier Exemplaren stapelbar ist, macht ihn besonders attraktiv für Familien, die viel Besuch bekommen oder häufig Gäste haben. So kann er platzsparend gelagert werden, bis er gebraucht wird. Mit seiner geschwungenen Form bietet der Air High Stapelstuhl einen hübschen Anblick und ist absolut alltagstauglich.

Elephant Chair

Der Elephant Chair ist ein wahrer Dickhäuter, wenn er mit Leder bezogen ist. Die Designer Eva Paster und Michael Geldmacher vom Studio Neuland wählten grobes Leder für die Ausstattung des Stuhls und unterstreichen die kräftige Erscheinung mit markanten Nähten. Im Lederbezug befindet sich ein Stahlrohrgestell, das die Sitzschale in Form hält. Sie stilisiert den Rücken eines Elefanten und trägt den Nutzer auf einer Polsterung aus Pur-Kaltschaum, die höchsten Sitzkomfort bietet. Zwei große seitliche Öffnungen unterhalb der Armlehnen sollen das Bild von Elefantenohren hervorrufen, dienen aber auch zum Hineingreifen beim Bewegen des Stuhls. Der Elephant Chair  wird mit verschiedenen Gestellen angeboten, aus verchromtem Stahl glänzend oder gebürstet, und in schwarz oder weiß lackiertem Stahl. Das schlanke Vierbeingestell sowie das filigrane Kufengestell bilden zwar einen Kontrast zum großen Körper des Stuhls, passen aber zur Harmonie der gesamten Erscheinung.

 

Der Elephant Chair wurde 2010 erstmals vorgestellt. Neben der Luxusausführung in Leder fand auch das Grundmodell aus mattem Polyurethan große Beachtung. Für alle, die einen pflegeleichten Stuhl mit außergewöhnlicher Form schätzen, ist er die richtige Wahl. Der Hersteller Kristalia fertigt den Korpus in den Farben weiß, schwarz, beige, terracotta, braun und olivgrün. Dazu gibt es das gleichfarbige Gestell oder die Variante aus Chrom. 2011 kam ein drehbares Untergestell aus Aluminium in polierter oder lackierter Ausführung hinzu sowie ein Vierbeingestell aus Buchenholz, das dem Elephant Chair einen skandinavischen Touch gibt. In jedem Fall ist dieser Stuhl bequem und in jedem Raum unübersehbar. Das Kunststoffmodell mit lackiertem Metallgestell ist auch im Außenbereich einsetzbar und stellt eine geschmackvolle Alternative zu robusten Holzstühlen dar. Seine Maße betragen: Breite 62 cm, Tiefe 59 cm, Höhe 85 cm mit einer Sitzhöhe von 44 cm; je nach Modell wiegt er 6 Kg oder 7 Kg.

l

Der Elephant Chair wurde auf allen wichtigen Designmessen gezeigt und erhielt 2012 den Interior Innovation Award  – Best of Best auf der Internationalen Möbelmesse in Köln. Er ist das Ergebnis der ersten Zusammenarbeit zwischen Neuland und Kristalia.

Blickfang Designpreis Wien 2012

Der Blickfang Designpreis Wien 2012 in Gold geht an das junge Unternehmen Linie 58 aus Augsburg. Der Gründer Jakob Schenk wurde für sein Tick Tischfußsystem ausgezeichnet, das es ermöglicht aus jedem Brett und jeder Platte einen Tisch zu bauen. Ohne zu bohren und Oberflächen zu beschädigen erhalten Fundstücke oder Holzzuschnitte eine neue Funktion.

 

Die Marke „Brettgeschichten“ der deutschen Designer Sebastian Schilling und Raphael Pozsgai wurde mit dem Blickfang Designpreis Wien 2012 in Silber ausgezeichnet. Die Schreinermeister aus dem Schwarzwald realisieren mit ihrer Werkstatt kreative Ideen und zeigen traditionelle Produkte in moderner Form. Dazu gehören Vesperbrettchen, Kommoden, Flaschenkörbe und Hocker aus Holz in bester handwerklicher Verarbeitung. Den 3. Platz des Designwettbewerbs belegte die Wiener Schmuckmarke Ring King.

 

Die Jury zum Blickfang Designpreis Wien 2012 bestand aus dem österreichischen Produktdesigner Thomas Feichtner, der DIVA-Modejournalistin Margit Kratky, dem Gründer der Architektur-Design- und Markenplattform SixDegrees, sowie der Geschäftsführerin des MAK Design Shops, Ewa Esterhazy. Das Team aus Fachleuten hatte die schwere Aufgabe aus den vielen ausgestellten Beiträgen drei besondere auszuwählen. Keine leichte Arbeit, denn alle Aussteller haben schon ein Bewerbungsverfahren durchlaufen, um überhaupt auf der Blickfang zugelassen zu werden. Nach dem Motto: „Design steht für Anspruch“ entscheidet das Fachgremium über die Teilnahme an der Messe. Die Bewerber müssen einen Lebenslauf und kurze Informationen über ihren beruflichen Werdegang einreichen, sowie Fotos von mindestens fünf Projekten inklusive Kurzbeschreibung. „Kriterien für die Wahl eines Ausstellers sind die Einzigartigkeit des Designs, Kleinserienproduktion, Unabhängigkeit des Labels sowie eine klare, unverwechselbare, visionäre Handschrift. Die Designer und deren Produkte müssen darüber hinaus zu dem jeweiligen blickfang-Standort passen, damit sie erfolgreich sein können“.

 

Der Blickfang Designpreis Wien 2012 ist eine anerkannte Auszeichnung über die Grenzen Österreichs hinaus. Den Gewinnern öffnet er Türen, sorgt für Kundenkontakte und ist öffentlichkeitswirksam.