Vienetta Stuhl

Mit dem Namen Vienetta verbinden viele Leute eine zartschmelzende Eiscreme, die von hauchdünner Schokolade durchzogen ist. Der Designer Floris Wubben scheint sie zu mögen, denn sein Vienetta Stuhl hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der süßen Versuchung. Kreativität und Innovation sind für ihn die treibende Kraft seines Designs, das Experimentieren mit neuen Materialien eine Herausforderung. Seine Vorliebe für skulpturale Objekte zeigt sich auch beim Entwurf zum Vienetta Stuhl. Die Funktion steht nicht im Mittelpunkt, sie ist Teil des Gesamtkonzepts, zu dem das ungewöhnliche Material und die Formgebung gehören. So überzieht Floris Wubben den Stuhl nicht einfach mit Stoff oder Leder und verzichtet auf eine durchgängig glatte Oberfläche. Für die Rückenlehne und die Sitzfläche legt er Kunststoff in Wellen, das auf einem glänzenden verchromten Stahlrohgestell mit querlaufenden Rohren befestigt wird. Es entsteht ein ähnlicher optischer Effekt, wie ihn die Eiscreme aufweist. Das weiße Polypropylen verleiht dem Vienetta Stuhl eine besondere Leichtigkeit und macht ihn gleichzeitig sehr stabil. Diese Konstruktion ist zerlegbar, jedes einzelne Element auf Wunsch austauschbar. Das lässt dem Nutzer die Option offen, farbige Elemente einzusetzen oder den Stuhl in einer anderen Farbe zu gestalten. Hierfür stehen 25 Farbtöne zur Auswahl.

Neben seinem interessanten Outfit ist der Vienetta Stuhl bequem und standfest. Die Ausmaße von 50 cm Breite x 50 cm Tiefe x 90 cm Höhe sind großzügig angelegt.

Formal zeigt er eine Nähe zu den Kunststoffstühlen der 50er Jahre und den beliebten Lamellenrollos dieser Epoche. Der Designer trifft damit ins Schwarze, denn viele aktuelle Möbelmessen zeigen Retro Produkte und Reeditionen vergangener Zeit. Der Vienetta Stuhl lässt sich somit problemlos in die gewünschte Wohnwelt integrieren und macht auch auf der Terrasse einen guten Eindruck, weil er sommerlich frisch wirkt.

 

Der Vienetta Stuhl wurde erstmals auf der Dutch Design Week 2009 vorgestellt, der größten Ausstellung für junge talentierte Künstler und Designer. 2010 war er auf der „Hidden Heroes“ während der Internationalen Mailänder Möbelmesse vertreten.

 

Raviolo Stuhl von Magis

Der Raviolo Stuhl gehört seit 2011 zur Kollektion des italienischen Möbelherstellers Magis und stammt aus der Feder des weltberühmten Designers und Architekten Ron Arad. Name und Form des Stuhls erinnern an italienische Pasta, selbst die gerillte Oberflächenstruktur zeigt die Nähe zur Nudel. Sitz und Rückenlehne bleiben glatt, weil es für den Nutzer bequemer ist und optisch einen Kontrast setzt. Frontal oder von hinten betrachtet erscheint der Korpus des Stuhls wie ein umschlungener Hocker. Diesen „gewickelten“ Stuhl in die Realität umzusetzen ist dank der großen Erfahrung von Magis und mit Hilfe neuester technischer Produktionsverfahren möglich geworden. Im Rotationsverfahren wird der Raviolo Stuhl aus Polyäthylen in seine außergewöhnliche Form gebracht, die auch als Skulptur durchgehen könnte. Leuchtende Farben in lila, rot, gelb, orange, hellgrün und olivgrün rücken den Stuhl in den Mittelpunkt des Geschehens. Auch in schwarz und weiß fordert er geradezu heraus, ihn aus der Nähe unter die Lupe zu nehmen und zu testen wie komfortabel er ist. Der Raviolo Stuhl ist 77 cm hoch, 69,5 cm breit, 56,5 cm tief, und bietet eine Sitzhöhe von 44,5 cm. Seine ergonomische Form garantiert ein entspanntes Sitzen, selbst die Sitzfläche passt sich der Körperform an. Der hochwertige Kunststoff macht den Stuhl wetterfest und uv-resistent, also ideal für den Außenbereich. Das Material übersteht lange Sitzungen in der Sonne ebenso wie Gewitter oder den Aufenthalt im Schnee. Im Ensemble aufgestellt kann sich der Kunde an der Farbenpracht der Stühle erfreuen oder durch die Wahl eines bestimmten Farbtons ein ganz persönliches Ambiente schaffen, das zur Architektur des Hauses und dessen Ausstattung passt. Ron Arad hat mit dem Raviolo Stuhl ein Schmuckstück erschaffen, das eine besondere Note auf die Terrasse und in den Wohnraum bringt. Als Einzelstück ersetzt der Stuhl ein teures Bild an der Wand, ruft aber genau so viel Aufmerksamkeit bei Freunden und Gästen hervor. Einen Designerstuhl von einem Stararchitekten entworfen, hat nicht jeder zu Hause.

Nagasaki Stuhl

Auf der Stockholm Furniture Fair 2011 stellte das Dänische Designunternehmen Gubi den Nagasaki Stuhl vor, der bereits 1954 von Mathieu Matégot für Gubi entworfen wurde und nun als Reedition auf den Markt kommt. Der Designklassiker aus den Fünfziger Jahren gilt als bekanntester Entwurf des Ungarn, der zu den besten Nachkriegsdesignern zählt und zukunftsweisende Techniken einsetzte. Als erster Designer kombiniert er Röhrenstahl mit perforiertem Blech und verarbeitet es wie eine Lage Stoff. So erhält der Nagasaki Stuhl eine organische Form von extremer Leichtigkeit, die durch ein schlankes Dreibeingestell verstärkt wird. Der geschwungene Sitz befindet sich in einem optischen Schwebezustand, weil er nur mit zwei Bügeln am Gestell befestigt ist. Die fast ovale Rückenlehne aus gelochtem Metall wirkt wie mit einem Netz aus Hightechmaterial bespannt. Sie ist an dem Stahlrohr befestigt, das zum hinteren Stuhlbein wird. Der Nagasaki Stuhl ist 74 cm hoch, 54 cm breit und 50 cm tief. Das Familienunternehmen Gubi fertigt das Gestell aus rostfreiem Stahl in schwarz, die Rückenlehne aus Metall in schwarz. Den farblichen Kontrast bildet der Metallsitz in gelb, rot oder weiß.

 

Der Frontale Blick auf den Stuhl weckt Assoziationen zur asiatischen Kultur, mit viel Fantasie entsteht das Bild eines Samurai. Die Form erscheint wie eine dreidimensionale Tuschezeichnung aus einem modernen Manga und lässt nicht vermuten, wie alt sie ist. Der Designer hat dem Nagasaki Stuhl ein zeitloses Design gegeben, das auch nach fast 60 Jahren aktuell ist und zukünftige Designströmungen überstehen wird. Wer den Stuhl zum ersten Mal sieht, ist von seiner Modernität überrascht, sowie von dem hohen Sitzkomfort überzeugt.

 

Der Nagasaki Stuhl befindet sich in der Ständigen Ausstellung des Musée des Arts décoratifs in Paris und im Vitra Design Museum, wo er auch als Vitra Miniatur im Maßstab 1:6 erhältlich ist.

 

Mathieu Matégot entwarf nur 10 Jahre lang Möbel und widmete sich anschließend der Gestaltung von Wandteppichen. Er verstarb 2001 in Angers in Frankreich.

Juno Stuhl

Der Juno Stuhl ist das Ergebnis der ersten Zusammenarbeit zwischen Aper und James Irvine. Es ist ein Stuhl aus Polypropylen geworden, der aus einem Guss entsteht. Der Hersteller setzt dazu das Gasinnendruck-Spritzgussverfahren ein, um in einem Arbeitsgang zum Ziel zu kommen. Der Juno Stuhl steht im Einklang mit den Designvorstellungen des Unternehmens Arper, die besagen: „Gutes Design ist eine Synthese aus Technik, Kosten, Material, Funktion, Verwendung, Geschmack und Nachhaltigkeit“.

 

James Irvine hat einen ressourcensparenden Stuhl entworfen, der aufgrund seiner schlanken Form den Materialeinsatz stark reduziert und trotzdem robust und stabil ist. Den Juno Stuhl gibt es in den fünf Farben weiß, sand, athrazit, orange, gelb. Er wird mit oder ohne Armlehnen sowie mit zwei unterschiedlichen Rückenlehnen gefertigt, einer geschlossenen und einer mit Aussparung versehenen Variante. Der Juno Stuhl hat aber noch mehr zu bieten: er ist auch mit Sitz- und Lehnenpolster, und mit Sitz- oder Lehnenpolster erhältlich.

 

Der hochwertige Kunststoff macht den Juno Stuhl für den Innen- und Außenbereich tauglich, zudem ist er äußerst pflegeleicht. Seine modernen Farben bringen auch bei bedecktem Wetter eine angenehme Atmosphäre in den Garten und auf die Terrasse.   Er ist ideal als Küchen- oder Esszimmerstuhl und überall dort, wo auf besondere Hygiene Wert gelegt wird. Mit seiner ansprechenden Figur und einem hohen Sitzkomfort bietet er sich für den Konferenzbereich und Veranstaltungsräume an.

Seine schlanke Silhouette und seine fließende Form heben sich angenehm von Plastikstühlen aus Massenproduktion ab. Aufgrund seiner Leichtigkeit kann er gestapelt platzsparend gelagert und problemlos hervorgeholt werden. Das macht ihn besonders attraktiv für die Betreiber gastronomischer Betriebe, die schnell auf den Gästestrom reagieren müssen und nach der Schließung die Sitzplätze ins Nachtquartier transportieren.

 

Die Verbindung von Technologie, Präzision, gutem Design und erstklassigem Konzept sowie eine effektive Zusammenarbeit zwischen Designer und Produzent machten den Juno Stuhl möglich, der zu einem moderaten Preis erhältlich ist.