Marc Newson

Marc Newson  wird 1962 in Sydney geboren und reist mit seiner alleinerziehenden Mutter durch Asien und Europa. Erst als seine Mutter ein Beachhotel führt, entdeckt der Sohn die unterschiedlichen Formen der Einrichtungsgegenstände, die ihn neugierig auf Design machen. Er wählt ein Studium in Schmuckdesign am Sydney College Of The Arts, das technisches Wissen und Detailarbeit vermittelt, die er später auf große Projekte überträgt. Schon im Studium entwickelt er Möbel und darf nach seinem Abschluss ein Stipendium vom Australian Crafts Council entgegennehmen. Es ist eine Starthilfe, mit der er 1986 seine erste Ausstellung – featuring the Lockheed Lounge – in der Roslyn Oxley Galery in Sydney realisiert. Dieses skulpturale Möbelstück aus fiberglasverstärktem Polyester, überzogen von einer Haut aus genietetem Aluminiumblech, macht Marc Newson schlagartig international bekannt.

Nun arbeitet er in Tokio, Paris und London, wo er heute seinen Firmensitz hat. Zu seinen bekannten Arbeiten zählen Pod of Drawers, Embryo Chair, Orgone Chair Orgone Lounge und Felt Chair. Für jeden Lebensbereich gestaltet er Möbel, Haushaltsgegenstände, Fahrräder, Autos, Flugzeuge und Yachten. Zu seinen Kunden gehören Firmen weltweit, die zum Teil durch seine Produktentwürfe berühmt geworden sind. Marc Newson ist neben seiner kreativen Arbeit in zwei eigenen Firmen aktiv, einer Uhrenmarke und einer Aerospace Design Consultancy. Zusätzlich ist er ein gefragter Senior Manager verschiedener Unternehmen und Creative Director bei Quantas Airways.

Das Tim Magazin zählt Marc Newson 2005 zu den 100 einflussreichsten Menschen weltweit. Seit 2006 trägt er den Titel „Royal Designer for Industry in the UK“ und übernimmt 2007 Professuren in HongKong und Sydney. Zwei Ehrendoktortitel der Sydney University und des Sydney College of Technology kommen 2010 und 2011.

Marc Newson darf 2011 für sein Lebenswerk den mit 50.000 Euro dotierten Lucky Strike Award der Raymond Loewy Foundation entgegen nehmen. Königin Elisabeth II. zeichnet ihn 2012 für seine Verdienste um das  britische und weltweite Design mit dem CBE aus, der dritten Stufe des britischen Ritterordens „Order of the British Empire“. In allen wichtigen Museen weltweit werden die Arbeiten von Marc Newson ausgestellt. Unzählige Publikationen geben Auskunft über diesen erfolgreichen Designer.

Orgone Chair

Der Orgone Chair wurde von dem Australier Marc Newson in seinem Pariser Studio „Pod“ entworfen. Zuerst fertigte er ihn aus Metall als Teil einer limitierten Serie. Der australische Designer war bereits mit  dem modernen Chaise Longue „Lockheed Lounge“, ebenfalls aus Metall, international bekannt geworden. Ein Fan der ersten Stunde war der japanischen Unternehmer Teruso Kurosaki der sich bereit erklärte, die Möbelentwürfe von Marc Newson zu produzieren. Daraufhin zog Newson nach Tokio und arbeitete dort mehrere Jahre. Kurosaki sorgte dafür, dass der Orgone Chair erstmals auf der Mailänder Möbelmesse 1993 vorgestellt wurde. Der futuristisch anmutende Stuhl wurde beim internationalen Publikum gefeiert und gehört bereits heute zu den Designklassikern, die eine ständige Wertsteigerung erlangen.

Massentauglich wurde dieses Objekt erst durch die Herstellung aus Kunststoff in einem Stück im technisch aufwändigen Rotationsverfahren. Die fließende organische Form dieses Stuhls ist nach oben und unten geöffnet, einem Körper gleich. Es ist der typische Stil der frühen Jahre des Marc Newson, den er selbst einmal als Stil seiner Herkunft bezeichnet hat, geprägt von Wellen, Surfen, Licht, Farben und Meer, die nicht europäisch sind.

Der Orgone Chair besteht aus durchgefärbtem Polyethylen und ist in vielen verschiedenen Farben erhältlich. Sein Material macht ihn wetterfest und daher im Innen- und Außenbereich einsetzbar. Er ist uv-beständig und verliert auch nach vielen Sonnenstunden nichts von seiner Farbbrillanz. Sein Sitzkomfort ist unerwartet hoch, und fängt den Nutzer großflächig auf, um sich zu entspannen. Er dient als Sitzmöbel und Skulptur zugleich, wenn er richtig positioniert wird. Auf Terrassen oder am Pool wird der Orgone Chair zum Gesprächsstoff, wenn er in einem mehrfarbigen Ensemble platziert wird. Aber auch als Einzelstück mutiert er zum optischen Höhepunkt, der den Besitzer mit Stolz erfüllt. Schließlich ist der Orgone Chair von einem der erfolgreichsten Designer unserer Zeit entworfen worden, der neben vielen internationalen Auszeichnungen Anfang 2012 einen Orden der englischen Königin verliehen bekam.

Moroso

1952 legt Agostini Moroso den Grundstein für das bis heute erfolgreiche Unternehmen Moroso. Seitdem werden in der italienischen Stadt Udine Polstermöbel und Einrichtungszubehör entworfen und produziert. Mit dem Eintritt der nächsten Generation in den Familienbetrieb verändert sich dessen Zielrichtung. Ab 1981 vertritt der Sohn Roberto verstärkt eine designorientierte Linie, ohne jedoch die traditionelle Handwerkskunst zu vernachlässigen. In seiner Schwester Patrizia findet er eine Partnerin als Art Director, die gemeinsam mit ihm das Unternehmen vorantreibt. Die Zusammenarbeit mit namhaften Designern bringt Moroso einen weltweiten Imagezuwachs, denn jeder hinterlässt mit seinem Entwurf ein Stück Spitzendesign, das in der Menge von einem angestellten Designteam nicht zu schaffen wäre. Die Liste der Designer, die für Moroso aktiv waren und es bis heute sind enthält Namen wie Ron Arad, Achille Castiglioni, Tom Dixon, Konstantin Grcic, Alfredo Häberli, Toshiyuki Kita, Marc Newson, Patricia Urquiola und viele mehr.

Zu  den Bestsellern gehört der Stuhl „Supernatural“ von Ross Lovegrove, der mit seinen organischen Formen und frischen Farben Lebensfreude vermittelt. Auch die Liebhaber klassizistischen Designs finden ihr Glück mit dem „Capitello Hocker“ von Rajiv Saini, dessen Hocker oder Beistelltische in Form von Kapitellen alter Tempelsäulen farbenfroh aus Kunststoff gefertigt sind. Wer auf der Suche nach ganz außergewöhnlichen Designermöbeln ist, wird bei Moroso fündig. Der „Ripple Chair“ von Ron Arad gehört zu den Objekten, die extravagantes Design mit hohem Komfort verbinden, aber gerade wegen ihrer Erscheinung öffentlich diskutiert werden, was wiederum Moroso ins Gespräch bringt.

Die Produktpalette des Möbelproduzenten umfasst heute Wohnmöbel, Büromöbel, Objektmöbel, Garten- und Terrassenmöbel, die alle unter Berücksichtigung hoher Umweltstandards gefertigt werden. Moroso ist stolz, als erster Hersteller von Polstermöbeln in Italien mehrere international anerkannte Zertifikate erhalten zu haben, die den hohen Qualitätsstandard der Produkte sowie des Unternehmens belegen. Für den Erfolg im In- und Ausland sorgt ein Team aus Familie, externen Managern und erstklassigen Designern. Internationale Niederlassungen existieren in London für England und in New York für den amerikanischen Markt. Fünf Showrooms weltweit vermitteln einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit des aufstrebenden Familienunternehmens.

Louis Ghost Stuhl von Kartell

Wer glaubt, es ginge hier nur um einen Kunststoffstuhl, der liegt total verkehrt. Allein der Name Louis Ghost macht ihn spektakulär. Schon seit längerem umgeben uns geisterhafte Wesen aus Büchern und Filmen, warum dann nicht auch ein Stuhl. Der französische Stardesigner Philippe Starck,  der ohnehin für äußergewöhnliche Entwürfe auf vielen Gebieten des Designs bekannt ist,  hat das Geisterhafte gekonnt in einem Stuhlentwurf umgesetzt. Spätestens dann, wenn ein von ihm gestaltetes Produkt veröffentlicht wird, stellt sich der Erfolg für ihn und den Produzenten ein. Mit der Form des Louis Ghost Stuhls erinnert er an die barocken Möbel zur Zeit des Louis XV. Modernste Technik kommt bei der Herstellung des transparenten Sitzmöbels zum Einsatz, denn dieser Stuhl wird im Spritzgussverfahren nahtlos in einem Stück aus glasklarem Polycarbonat gegossen. Das italienische Unternehmen Kartell ist auf diese Technik spezialisiert und wird mit dem Louis Ghost seinem weltweit renommierten Ansehen auf dem Gebiet der Kunststoffmöbelproduktion gerecht. Der geisterhafte Stuhl entfaltet seine ganze Schönheit an einem hellen Platz, an dem die Sonnenstrahlen durch ihn hindurch dringen. Dann wird er seinem Namen voll und ganz gerecht. Deshalb ist er nicht nur im privaten Bereich gerne gesehen sondern auch als Dekorationsobjekt in Schaufenstern oder elegant ausgestatteten Geschäftsräumen. In der Praxis überzeugt er mit hohem Sitzkomfort und einer Stabilität die bei seinem grazilen Aussehen kaum erwartet wird. Sein wetterfestes Material ist kratz- bruch- und splitterfest, so dass er auch im Außenbereich genutzt werden kann.

Ob glasklar oder zart eingefärbt ist den Italienern ein Aushängeschild gelungen, das seinesgleichen sucht. Auf Wunsch der Kunden werden Motive in die Rückenlehne eingefügt, wie Barbie oder Blumenmotive. Aber auch in schwarz oder weiß, komplett durchgefärbt, ist der Stuhl durch seine Form geadelt und zeigt immer, wo seine Wurzeln herstammen. Als Thron in Kindergröße fertigt Kartell den Lou Lou Ghost in 8 verschiedenen Farben. Ein cleverer Schachzug des Herstellers um sich zukünftige Kunden zu sichern.

Driade

Driade ist ein italienisches Unternehmen, das sich mit auffallenden Möbelentwürfen und extravaganten Kreationen einen Namen gemacht hat. Schon seit der Gründung im Jahr 1968 durch Enrico Astori wird in der Firma experimentiert und geforscht, welche Art von Möbeln den aktuellen Wohnbedürfnissen der Menschen gerecht werden. Dem Firmengründer und betriebswirtschaftlichen Leiter stehen von Beginn an seine Ehefrau Adelaide Acerbi, als kreative Kraft für das Unternehmensimage und Kommunikationsdesign,  sowie seine Schwester Antonia Astori, als Produktdesignerin und Innenarchitektin zur Seite. Der Erfolg von Driade liegt nicht nur an der guten Zusammenarbeit des Führungstrios, es ist die Flexibilität des Design-Stils, der dem veränderten Lebensstil und den damit verbundenen Kundenwünschen angepasst wird. Die Familie Astori holt sich hochkarätige, preisgekrönte Designer ins Haus, wie Konstantin Grcic und Patricia Urquiola, die Entwürfe unterschiedlichster Art präsentieren. So entsteht eine abwechslungsreiche und umfangreiche Produktpalette aus völlig verschiedenen Materialien. Driade fertigt neben einem der berühmtesten Entwürfe von Philippe Starck, den Caféhausstuhl Costes, auch den Meridiana Armlehnstuhl von Christophe Pillet sowie den Clover Stuhl von Ron Arad. Mit der Koishi Sitzinsel von Naoto Fukusawa zeigt das Unternehmen seine Offenheit gegenüber nicht alltäglichen Objekten, die ihren erfolgreichen Weg in den privaten und öffentlichen Raum finden.

Mit Stolz kann sich die Firma Driade als Teil der italienischen Designgeschichte betrachten, die von der nächsten Generation fortgesetzt wird. Die Tochter des Firmengründers, Elisa Astori ist als Architektin und Vizepräsidentin für das Projektmanagement zuständig, Antonia Astoris Sohn Matteo de Ponti leitet das Marketing.  Auch der Neffe von Enrico Astori, Miki Astori, ist für Driade tätig.

Heute teilt sich das Unternehmen in vier Sparten auf, die alle Produkte abdecken, die der Mensch zum schöner Wohnen und Leben braucht:

driade – die Philosophie des Wohnens,

driade chef – die Kultur des Kochens,

driade kosmo – Leuchten und Accessoires,

driade store – die Welt der Objekte, Sitz- und Einzelmöbel.

Selbstverständlich ist Driade auf allen wichtigen Möbelmessen vertreten und baut sein internationales Netz weiter aus.