Lago Armlehnstuhl

Philippe Starck hat sich mit dem Lago Armlehnstuhl für den italienischen Möbelhersteller Driade wiederholt in Kunststoff verewigt. Der auslandende Körper des Stuhls wird aus dem Kunststoff Polyurethan gefertigt und anschließend auf grazile Beine gestellt. Im ersten Moment entstehen Zweifel, ob er gewichtige Menschen tragen kann. Da Sitzschale und Beine die gleiche Farbe besitzen, ist natürlich nicht zu erkennen, dass die Beine aus Aluminium hergestellt und anschließend lackiert werden.

In den Farben Schwarz, Weiß Rot, Silber und Gold ist er als Einzelstück außerordentlich dekorativ und kann einen langweilig eingerichteten Raum aufpeppen. Seine hochglänzende Oberfläche verleiht so manchem Ort einen Hauch von Luxus. Er passt als Gegensatz zu Einrichtungen aus Naturholz ebenso wie an einen modernen Tisch aus Hightech Material. Als Sitzgruppe arrangiert lädt der Lago Armlehnstuhl zu dezenten Gesprächen ein oder zieht für eine gemütliche Runde die Aufmerksamkeit auf sich. Die Farbwahl ist entscheidend für den Einsatz des Stuhls. Dem Designer ist ein guter Entwurf gelungen, denn er ist sportlich und elegant zugleich. Mit einer Sitzhöhe von 45 cm bietet er einen guten Sitzkomfort und erlaubt dem Nutzer ein bequemes Hinsetzen und Aufstehen. Angenehm sind auch die hochgezogenen Armlehmen, die ein Ablegen der Arme erlauben, wodurch Gespräche mit anderen Personen entspannt geführt werden können und dieses „nicht wissen wohin mit den Händen“ entfällt. Einen optischen Kontrast bildet der gerade Abschluss der Rückenlehne zur sonst runden Sitzschale.

Für gehobene Ansprüche bezieht der Hersteller die Sitzschale mit Leder in den Farben Ivory, Schwarz und Bordeaux. Der Lago Armlehnstuhl ist ausschließlich für den Gebrauch in Innenräumen geeignet.

Dass die Entwürfe von Philippe Starck polarisieren, ist bekannt, er verlangt nicht, dass sich jemand das ganze Haus mit Kunststoffmöbeln zustellt. Der gezielte Einsatz des Lago Armlehnstuhls wird den Besitzer jeden Tag aufs Neue erfreuen. Damit ist auch der hohe Preis des Stuhls gerechtfertigt.

Ribbon Hocker von Cappellini

Der Blick des Betrachters bleibt unfreiwillig auf dem Ribbon Hocker haften, denn das Design dieses Sitzmöbels fordert gerade dazu heraus, die Windungen des Gestells zu entschlüsseln. Lasergeschnittene Metallbänder laufen ineinander und erzeugen das Bild von drei Schleifen, die an Bänder von Ballettschuhen erinnern. Sie tragen die Sitzfläche, die mit einem Durchmesser von 37,5 cm nicht zu klein ausfällt und ein komfortables Sitzen ermöglicht.

Der italienische Möbelhersteller Cappellini bietet den Ribbon Hocker in zwei Größen an, als Barhocker in der Höhe von 77 cm und in der kleineren Variante mit einer Höhe von 44 cm. Der Größere von den beiden besitzt am unteren Ende eine Extraschleife, die als Fußstütze genutzt werden kann. Obwohl schon die Form des Hockers zum Blickpunkt wird, gibt ihm das glänzend lackierte Metallblech eine zusätzliche besonders exklusive Note. Der Ribbon Hocker wird in den Farben weiß, schwarz, rot, gelb und blau hergestellt. Ein Sitzkissen aus Polyurethanschaum ist in passenden Farben erhältlich, wahlweise mit einem Bezug aus dem Stoff Polaris oder Hallingdal. Kleine Magnete verhindern das Verrutschen des Kissens. Damit der gute Fußboden nicht verkratzt wird ist der Hocker mit klaren Kunststoffgleitern versehen.

Der Entwurf zu diesem außergewöhnlichen Hocker stammt von dem in Toronto geborenen Oki Sato, der mit seinem 2002 gegründeten Designbüro nendo immer wieder international auf sich aufmerksam macht. Mit dem Ribbon Hocker ist ihm ein Entwurf gelungen, der sich vom alltäglichen Möbeldesign abhebt. Er ist ideal für den Einsatz im Bistro oder an der Bar, wo er zu einem gehobenen Ambiente beiträgt. Auch als Einzelstück im privaten Bereich ist er das Highlight im Raum.

Alle wichtigen Museen dieser Welt haben seine Objekte in ihre Kollektion aufgenommen, auf vielen privaten Ausstellungen zeigt er seine Entwürfe.

Der Ribbon Hocker wurde mit mehreren bedeutenden Designpreisen ausgezeichnet, darunter der red dot Design Award 2007, iF Product Design Award 2007, Furniture Design Award.

Jean-Marie Massaud

Jean-Marie Massaud wird 1966 in Toulouse geboren. 1990 graduiert er im Fach Industriedesign an der ENSCI (Ecole Nationale Supérieure de Création Industrielle – Les Ateliers) in Paris. Anschießend verbringt er ein Jahr in  HongKong, wo er als Designer für Massenprodukte tätig ist, 1991 folgt die Beteiligung an einem U-Boot Projekt von Yamaha Offshore. Während der vierjährigen Zusammenarbeit mit seinem ehemaligen Professor Marc Berthier widmet sich Jean-Marie Massaud verstärkt der Verbindung von Architektur und Design. 1996 gründet er ein eigenes Designbüro mit einem breiten Spektrum an Entwürfen für Möbel, Industrieprodukte und Ausrüstungen. Dazu gehört 2000 der erste von ihm entworfene Parfum Flakon „Nemo“ für Cacharel. In das gleiche Jahr fällt die Gründung des „Studio Massaud“ gemeinsam mit dem Architekten Daniel Pouzet. Neben dem Design und der Markenentwicklung spielt die Architektur eine zunehmend wichtige Rolle. Namhafte Firmen gehören zum Kundenkreis der erfolgreichen Partner, z.B. Axor, hansgrohe, Armani, B & B Italia, Cappellini, Cassina, Lancōme und Renault.

Nachdem das außergewöhnliche „Volcano“ Fußballstadion in Guadelajara, Mexico ins internationale Licht der Öffenlichkeit gerückt ist, geht Jean-Marie Massaud im wahrsten Sinne des Wortes „in die Luft“ und kreiert ein Luftschiff namens „Manned Cloud“, das einmal ein fliegendes Hotel werden soll. In seinem Design geht es ihm um Ethik und Verantwortung. Die Natur macht es vor: „Es sind weniger die organischen Formen, sondern die Effizienz von Form und Material. Design ist für mich nicht Form sondern Strategie. Es geht mir um formale Konsequenz.“ Der sorgsame Umgang mit den Ressourcen und ihr sparsamer Einsatz spielt dabei eine wichtige Rolle, weshalb Massaud auch als Minimalist bezeichnet wird, sich selbst aber eher als Essentialist sieht. Die Sehnsucht des Menschen nach Harmonie ist ihm wichtig,  Produkte, die dem Modediktat unterworfen sind lehnt er ebenso ab wie Alkoholwerbung, Design von Waffen oder Entwürfe für Schönheitskliniken.

Jean-Marie Massaud gilt als französische Designikone, viele bedeutende  Preise unterstreichen dieses Image.

Miki Astori

Miki Astori wird 1965 in Mailand geboren. Er absolviert ein Architekturstudium und realisiert ab 1991 mit  Antonia Astori Inneneinrichtungsprojekte. 1992 findet ein Umzug nach Paris statt, um mit Philippe Starck zusammen zu arbeiten. Hier findet er die Gelegenheit für namhafte Firmen kreativ tätig zu sein, u.a. für Driade, Kartell und Flos. 1995 gründet Miki Astori sein eigenes Designstudio in Mailand mit den Schwerpunkten Möbeldesign, Interior Design und Architektur. Er widmet sich dem Entwurf exklusiver Einzelstücke, entwickelt Produktkollektionen und Präsentationskonzepte für Driade. Ebenso leistet er einen kreativen Beitrag zu der erfolgreichen Driade-Kollektion Atlantide. Mit dem Entwurf neuer Büros für die Driade Produktionsabteilung in Piacenza zeigt sich der Designer wieder als erstklassiger Architekt.

1997 geht Miki Astori auf eine längere Reise nach Südasien auf der Suche nach Lieferanten, die mit einem Optimum an Engagement und den besten Produktionstechniken seinen Vorstellung und Kreationen gerecht werden. Inspiriert von der Kultur in China, Vietnam, Thailand, Taiwan und Indonesien verbindet er alte Traditionen dieser Länder mit westlichen Industrie- und Qualitätsstandards zu einer neuen Produktfamilie. Naturfasern,  Rattan, Holz und Eisen werden dabei bevorzugt eingesetzt und in einfache, klare Strukturen gebracht. Vielleicht ist auch die Leuchte Zelight die Lösung für ein Problem, das während der Reise auftrat, denn mit einer Kabellänge von 4 Metern ist sie für den mobilen Einsatz an jedem Ort konzipiert. Driade stellt diese Innen- und Außenleuchte aus widerstandsfähigem Polyethylen her, die an ihrem Haken überall aufgehängt  werden kann.

Neben Tisch- und Stuhl-Entwürfen findet Miki Astori  Problemlösungen für die Dinge des Alltags. Die Tablett-Serie Bento Tray von Driade schafft Ordnung in der Küche und muss sich aufgrund der hochwertigen Holzverarbeitung nicht in der Schublade verstecken.

Nicht nur Driade schätzt den Designer und Architekten als Image Consultant, er ist  in dieser Funktion auch für japanische und niederländische Firmen tätig.