Maritime Stuhl von Casamania

Wie der Name es schon ausdrückt, hat der Maritime Stuhl eine enge Beziehung zur maritimen Welt. Der englische Designer Benjamin Hubert hat sich bei seinem Entwurf an der traditionellen Schiffsbautechnik orientiert und zuerst ein hölzernes Skelett gebaut, das anschließend eine Schale aus geformtem Schichtholz erhält. Dabei folgt die Maserung des Holzes der geschwungenen Oberfläche der Sitzschale und erzeugt eine Optik, die Ruhe und Gediegenheit ausstrahlt. Die sichtbaren Rippen der Grundkonstruktion schaden dem Gesamtbild des Stuhls nicht, sie sind ein charakteristisches Detail, das auf die alte Handwerkstradition des Schiffbaus hinweist. Der Maritime Stuhl verfügt über ein Untergestell mit stabilen leicht gespreizten Beinen die an Trockendocks für Holzboote erinnern. Der junge Designer Benjamin Hubert hat diesem Stuhl eine Form gegeben, die wie ein abgeschnittenes Schiff wirkt und trotzdem nichts vermissen lässt. Aufgelockert wird die Konstruktion durch eine Öffnung in der Rückseite, so dass der Körper nicht eingesperrt wird. Die leicht abwärts laufenden Armlehnen erlauben ein entspanntes Ablegen der Arme. Mit seinen großzügigen Maßen von 53 cm Breite, 52,5 cm Tiefe und 75,5 cm Höhe bietet er einen angenehmen Sitzkomfort. Der Hersteller Casamania fertigt den Maritime Stuhl in Eiche Natur, Blau und Grau.

Dieser elegante Stuhl wird die Freunde natürlicher Materialien erfreuen. Er beweist, dass die alte Technik des Verformens von Holz unter Dampfeinwirkung noch nicht verloren gegangen ist. Bis zum Beginn des Kunststoffzeitalters war dies die einzige Möglichkeit, Holz in eine beliebige Form zu bringen. Benjamin Hubert konzentriert sich jedoch nicht nur auf den Werkstoff Holz. Er zeigt ein vielseitiges Talent im Umgang mit Glas, Kork und Metall und formt daraus Leuchten, Garderobenständer und Sitzmöbel. Seine Philosophie lautet: „Einfachheit und Funktionalität in eine natürliche Umgebung bringen.“

Der Maritime Stuhl wurde für die British Design Awards Product of the Year 2011 nominiert, der Designer selbst für die Kategorie British Design Awards Designer of the Year 2011.

Kub Hocker

Der Kub Hocker ist eine Kreation des Designstudios Nendo, das der junge Designer Oki Sato mit einem erfolgreichen Team in Tokio führt. Lackierte Stahlstäbe sind zu einem Zylinder zusammengefügt, der den Betrachter geradezu auffordert, der Systematik des Aufbaus mit dem Auge zu folgen. Mit Hilfe der 3D Technik erzeugte der Designer eine Konstruktion, die eine freie Interpretation zulässt, aber auch einen Baumstumpf stilisiert, dessen Rinde und Jahresringe mit der Anordnung der Stäbe angedeutet wird. Leichter erkennbar wird die Absicht des Designers, wenn der Kub Hocker mit Stoff bezogen ist, denn nun lassen die unter dem Bezug versteckten Stahlstäbe die Oberfläche eines Baumes erkennen.

Der Kub Hocker aus Stahl eignet sich besonders für Plätze die ihre Leichtigkeit erhalten sollen und die Umgebung somit nicht mit einem massiven Möbelstück belasten. Er lässt sich wunderbar  als Beistelltisch nutzen und erzeugt mit seinem interessanten Aussehen einen optischen Akzent zu bereits vorhandenen Möbeln.

Der italienische Möbelhersteller Moroso fertigt den Kub Hocker in zwei Größen. Das hohe Modell hat einen Durchmesser von 28 cm mit einer Höhe von 40 cm und das flache Modell bietet eine Sitzfläche mit dem Durchmesser von 65 cm, jedoch eine Höhe von nur 28 cm. Die Lackierung der Stahlstäbe erfolgt in den Farben Extra White, Extra Black, Reflex Blue, Over Yellow, Extra Red und Overgreen. Trotz seines fragilen Erscheinens bringt der kleine Hocker 5 Kg auf die Waage und der große Hocker 10 Kg. Immer noch leicht genug, um ihn bequem an jeden beliebigen Platz im Haus oder auf die Terrasse zu transportieren.

Der Kub Hocker ist ein reizvolles Designobjekt, dass sich vielleicht einmal in einem der großen Museen wieder findet, denn die Entwürfe von Nendo sind schon im Museum of Modern Art in New York, im Musee des Arts decoratifs und im Israel Museum in Jerusalem vertreten.

Lavenham Executive Armlehnstuhl

Es erscheint unmöglich, Stühle zu entwerfen, die nicht schon einmal da gewesen sind. So muss sich der Designer Gedanken darüber machen, wie er seine Kreation mit einer einzigartigen Veränderung von bereits vorhandenen Entwürfen abhebt. Patricia Urquiola ist ein Profi auf diesem Gebiet, was sie mit dem Lavenham Executive Armlehnstuhl erneut zeigt. Wollte sie einen Nachfolger zum Eames Plastic Armchair erschaffen oder dem großen Meister einen Tribut zollen?

Ihre Vorliebe für Gestepptes ist auch hier nicht zu übersehen und erfreulich gut umgesetzt. In die matte Oberfläche der Sitzschale aus festem Polyurethan ist auf der Außenseite ein Steppmotiv eingeprägt, das dem Stuhl eine individuelle Schönheit verleiht und an englische Quilts erinnert. Der Sitz ist auf einem festen Gestell aus pulverlackiertem Stahl befestigt und in den Farben Weiß oder Schwarz erhältlich. Stabile Beine aus Eschenholz, eichefarben gebeizt, tragen die Konstruktion und bilden dabei als Naturprodukt einen angenehmen Kontrast zum modernen Werkstoff aus der Retorte.

Wer den Lavenham Executive Armlehnstuhl am Schreibtisch einsetzten möchte, wählt das Modell mit dem Drehgestell, das aus vier Speichen aus Aluguss glänzend, weiß oder schwarz pulverlackiert, besteht. Der Hersteller dePadova ergänzt den Bürostuhl mit Pirouettenrollen aus schwarzem Plastik für weiche Böden und Teppichböden oder  Pirouettenrollen mit weichem Profil in grau, speziell für Holz- oder Marmorböden. Beide Varianten sind mit Sicherheitsbremsen versehen.

Als Extrawunsch kann sich der Kunde Sitzkissen aus Polyurethan bestellen oder den Stuhl mit einem gesteppten Bezug verkleiden, der mit einem elastischen Saum ausgestattet ist und sich schnell abnehmen und wieder aufziehen lässt.

Patricia Urquiola hat einen bequemen Armlehnstuhl entworfen, der durch seine angenehme Sitzhöhe von 45 cm selbst ein langes Sitzen nicht zur Qual macht und mit seinen Armlehnen eine entspannte Körperhaltung erlaubt. Optisch ist der Lavenham Executive Armlehnstuhl in Schwarz ebenso ansprechend wie in Weiß, lässt sich in jeden Raum integrieren und besitzt mit unterschiedlichen Untergestellen jeweils einen anderen Charakter.