Acapulco Chair

Der Ruhm des legendären Acapulco Chair lebte lange Zeit nur von den Geschichten, die über ihn erzählt wurden und den berühmten Hollywoodstars, die sich in ihm lässig präsentiertet haben sollen. In den Fünfziger war Acapulco der angesagte Ort sich zu entspannen. Das taten dann auch Elvis Presley, John Wayne, die Familie Kennedy und viele andere Menschen des öffentlichen Lebens. Der nach diesem Pazifik Resort benannte Stuhl verschwand für viele Jahre von der Bildfläche. Jetzt ist er wieder da und wird alle erfreuen, die sich das Lebensgefühl von damals ins Haus holen möchten.

Das junge Team von Oficina Kreativa aus Dänemark erweckt den Kultstuhl zu neuem Leben und lässt ihn in Mexico in Handarbeit fertigen. Wer den Acapulco Chair einmal erfunden hat, ist unbekannt und somit gibt es keinen Urheberrechtsstreit bei Veränderungen. Das stabile Gestell besteht aus schwarz pulverbeschichtetem Stahlrohr mit kleinen flachen Enden. Farbige UV-beständige PVC-Kordeln werden über den geschweißten Stahlrahmen gespannt, die von außen nach innen immer enger werdend aufeinander zulaufen und so die Sitzschale bilden. Die vermitteln den Eindruck einer großen geöffneten Blüte. Fällt das Licht durch das enge Netz, dann entsteht auf dem Boden oder der Wand ein reizvolles Spiel von Licht und Schatten. Der grazil wirkende Stuhl gibt den Blick hindurch frei und wirkt dabei sehr dekorativ. Sein wetterfestes Material macht ihn außentauglich und zum Hingucker am Pool oder auf der Terrasse. Im Innenbereich ist er das ideale Sitzmöbel für den Wintergarten und erinnert an den Eisdielencharme der Fünfziger. Zu zweit bildet der Stuhl den idealen Rückzugsraum für ein Gespräch und macht sich dabei besonders gut in Begleitung eines kleinen Tischs. Kinder sind herzlich willkommen, denn es gibt den Acapulco Chair auch für die Kleinen in hellgelb, hellblau und schwarz. Zukünftig wird sich dieser Retro Stuhl in Cafés, Bars und Lounge Bereichen wieder finden, wo er einmal herkam.

Plywood Group

Als Plywood Group wird eine Kollektion von Stühlen, des berühmten Designerpaars  Charles und Ray Eames aus dem Jahr 1945 bezeichnet. Schon Ende der Dreißiger Jahre experimentierte Charles Eames zusammen mit Eero Saarinen Schichtholzfurniere dreidimensional in Form zu biegen und dem menschlichen Körper anzupassen. Neben dem hohen Sitzkomfort war das Ziel, kostengünstige Stühle industriell zu produzieren und für jeden erschwinglich zu machen. Die Materialleichtigkeit sollte Transportkosten senken und eine größere Mobilität des Nutzers erlauben. Ein großer Erfolg wurde die Vorstellung des „Organic Chair“, der 1940 auf dem Wettbewerb „Organic Design in Home Furnishing“ des Museum of Modern Art in New York ausgezeichnet wurde, jedoch aus technischen Gründen nicht in Serie ging.

1946 stellten Ray und Charles Eames den Lounge Chair Wood (LCW) vor, der aus zwei voneinander getrennten dünnen Holzschalen gefertigt wurde. Die leicht geschwungenen Flächen stützen den Körper, die Rückenlehne gibt etwas nach. Alle Teile inklusive Fußgestell sind aus Schichtholz gefertigt. Das Untergestell ist mit Gummi-Metall-Elementen verbunden, den Shock Mounts. Der LCW wird heute optional mit Fell- oder Lederbezug angeboten.

Ein weiteres Mitglied der Plywood Group ist der DCW, der Dining Chair Wood in gleicher Konstruktion aber mit veränderter Sitzflächengröße.

Optisch leichter ist der DCM, der Dining Chair Metal, mit den gleichen Eigenschaften ausgestattet wie alle Stühle der Plywood Group, ist er jedoch mit einem Gestell aus verchromtem Stahlrohr erhältlich.

Passend zu den Stühlen LCM entwarfen die Eames den Coffee Table Metal (CTM) mit einer runden am Rand leicht erhöhten Tischplatte aus Formschichtholz, die von einem verchromten Stahlrohrgestell auf kugelgelagerten Gleitern getragen wird.

Charles und Ray Eames haben mit ihren Entwürfen und ihrer Designphilosophie das Unternehmen Vitra nachhaltig geprägt. Seit 1957 werden hier die Möbel der berühmten Designer hergestellt, so auch die Plywood Group. Auf Wunsch wird der LCW in verschiedenen Farben gefertigt, der Fellbezug in braun/weis oder schwarz/weiß sowie der Lederbezug sind nach vielen Jahren wieder im Angebot.

Florinda Stuhl

Der Entwurf der schwedischen Designerin Monica Förster gehört zu den Neuheiten der Mailänder Möbelmesse. Wieder einmal zeigt sie einen praxistauglichen Gegenstand, nämlich den Florinda Stuhl. Dieses Möbelstück wird nicht neu erfunden, sondern gelungene Details formen einen modernen Stuhl, der die Langeweile aus öffentlichen Räumen, Kantinen und Besprechungszimmern vertreibt. Das Holzgestell aus massiver Buche ist aufgepeppt durch die farbige Rückenlehne und Sitzfläche aus Kunststoff. Sie wird zum Kompromiss für alle, die eigentlich nur Holz oder nur Kunststoff mögen und ist durch die Kombination der verschiedenen Materialien vielfältig einsetzbar. Die Entscheidung für neue Stühle bedeutet nicht zwangsläufig  die Anschaffung eines neuen Tisches, da der Florinda Stuhl überall seinen Platz findet ohne das Gesamtbild der Einrichtung zu stören. Die Form ist schnörkellos und geradlinig, so dass eine Leichtigkeit entsteht, die sich durch die frischen Farben potenziert. Monica Förster gibt dem Stuhl eine persönliche Note, indem sie die optische Trennung von Holzgestell und Kunststofflehne nach oben verlagert und die rückwärtigen Beine über die Sitzfläche hinaus verlängert. Das Modell mit Armlehnen zeigt ebenfalls eine Distanz zum klassischen Stuhldesign, denn sie sind verkürzt, schließen nicht mit der Sitzfläche ab. Was im ersten Moment kurios wirkt, erweist sich jedoch als sehr praktisch, denn häufig stören ausladenden Armlehnen, vor allem beim Wechsel zwischen Aufstehen und Sitzen. Der Florinda Stuhl ist stapelbar und somit ideal für Konferenzräume und Bildungseinrichtungen. Auch in Bistros und Restaurants wird er zukünftig zu finden sein. Zu Hause lassen sich mehrere Exemplare verstauen, die bei Bedarf schnell an den Bestimmungsort gebracht werden. Ein Essplatz mit verschieden farbigen Stühlen wirkt lebendig und lässt den Tag gut beginnen. Jeder kann sich seine Wunschfarbe aussuchen und hat damit einen Stammplatz gefunden. Das pflegeleichte Material macht dieses Sitzmöbel zum idealen Familienstuhl und im ganzen Haus einsetzbar.

Kati Meyer-Brühl

Die erfolgreiche Nachwuchsdesignerin Kati Meyer-Brühl, Jahrgang 1971, kann auf einen familiären Hintergrund zurückgreifen, der ihren beruflichen Werdegang deutlich prägt. Die Eltern sind mit einem Möbelunternehmen im Oberfränkischen Bad Steben ansässig, einem Ort nahe der damaligen innerdeutschen Grenze. Es gibt wenig Ablenkung im ländlichen Bereich und so entwickelt sich schon früh der Wunsch, hinaus in die Welt zu gehen und kreativ zu werden. Ihre Ausbildung führt sie zunächst zum Bauhaus nach Dessau, wo sie ihr Grundstudium in Kommunikations- und Produktdesign absolviert. Es folgt ein Studienjahr in Göteborg, Schweden, dann geht es weiter nach Kopenhagen an die Denmarks Design Skole. Nächste Station ist die Central Saint Martins University in London mit dem Abschluss  Master of Industrial Design. Der Umzug nach New York, führt an die Parsons School of Design und einem weiteren Master Titel, in Fine Arts Design and Technology. Da Reisen bildet, bringt Kati Meyer-Brühl 2004 nicht nur akademische Würden mit nach Hause sondern viele Eindrücke, die ihr persönliches Leben beeinflussen und in ihren Möbelentwürfen Beachtung finden, wie beispielsweise der Morning Dew Sessel. Das eigene Land von außen zu betrachten und festzustellen, dass manche Dinge ungezwungener und freier ablaufen, wirkt nachhaltig auf die Entwürfe der Designerin. Sie lehnt die strikte Trennung zwischen Kunst und Design ab und holt sich die Inspiration zu ihren Arbeiten durch genaues Beobachten der Menschen und ihrer Umwelt. Als Creative Director des Familienunternehmens Brühl hat die Tochter erheblichen Einfluss auf die Produktlinie, die vor allem ein junges Publikum anspricht. Möbel, die sich umbauen und ergänzen lassen und intensive modische Farben sind das Erfolgsrezept der Designerin. Hierfür erhält sie regelmäßig Preise, die sich sehen lassen können:

2 x red dot design award, iF Award, 3 x Good Design Award und auf der imm cologne den Interior Innovation Award 2011 für das Easy Pieces Sofa. Neben der Kreativität spielen Langlebigkeit und Ökologie eine große Rolle bei der Produktion der Möbel aus dem Hause Brühl, was sie noch sympathischer macht.

Morning Dew Sessel

Der Morning Dew Sessel erblüht zum richtigen Zeitpunkt, denn auch draußen wird es bunter. Die Designerin Kati Meyer-Brühl wählt für diesen Entwurf übersetzt den Namen Morgentau, ein Wort, das in Englisch und Deutsch eine sanfte Aussprache hat und das filigrane Aussehen ihrer neuen Kreation unterstreicht.  Die Rückenlehne des Sessels besteht aus drei gepolsterten Elementen in Form von Blütenblättern. Die ebenfalls geschwungenen relativ hohen Armlehnen bilden aus dieser Konstruktion einen Blütenkelch, der sich nach vorne hin öffnet. Auch die gepolsterte Sitzschale verfolgt die abgerundete Form einer Blüte. Wie kurze Blütenstiele erscheinen die Beine aus Holz oder Aluminium und unterstreichen die sanfte Ausstrahlung des Sitzmöbels. Mit der Auswahl der Farben für den Morning Dew Sessel erzeugt die Designerin beim Verbraucher Emotionen, die sonst beim Anblick von Seerosen oder Krokussen frei werden. Pastellfarben in Rosa, Lila, Weiß, und anderen zarten Tönen unterstreichen Anmut und Schönheit dieser Blüten, eine Charakteristik, die sich auf das Aussehen des Sessels überträgt und die Wirkung des Betrachters nicht verfehlt. Der Sessel wirkt außerordentlich ansprechend mit einer positiven Ausstrahlung. Er hat gute Chancen zum Liebling junger Frauen zu werden, vor allem als Einzelstück im privaten Refugium. Im romantisch eingerichteten Zimmer wird er garantiert zum Hingucker und bildet uni den Ruhepol zwischen floralen Mustern auf Tapeten, Vorhängen und Kissen. Frau Meyer-Brühl zieht dem Sessel verschiedene Kleider an, einen Bezug mit Vichy Karo oder ganz in Gold. So wird jedes Modell ein Individuum, das der Kunde in seine Wohnwelt integrieren kann. Selbstverständlich wird der Morning Dew Sessel aus ökologisch unbedenklichen Materialien gefertigt, Voraussetzung für die Designerin und den Hersteller Brühl. Das verarbeitete Holz stammt hauptsächlich aus Wäldern die in der Nähe der Produktionsstätte liegen, Stoffe sind aus zertifizierten Wollstoffen oder Öko- Baumwolle gefertigt. Mit gutem Gewissen kann der Kunde zugreifen und sich entspannt zurücklegen.

Dolly Klappstuhl

Wenn die Designer Antonio Citterio und Glen Oliver Löw einen Stuhl entwerfen, gibt es nichts an ihm auszusetzen, denn hier sind Profis am Werk.  Für den Kunststoffspezialisten Kartell entwarfen sie gemeinsam den Dolly Klappstuhl, der sich durch seinen besonderen Komfort auszeichnet. Zusammengeklappt ist noch nicht zu erkennen, warum er nicht komplett flach ist, spätestens wenn er aufgestellt wird, klärt sich das Rätsel, denn zwei Armlehnen kommen zum Vorschein, die ein entspanntes Sitzen ermöglichen. Die erfolgreichen Designer haben ihre jahrelange Erfahrung im Stuhldesign in diesen Entwurf eingebracht und ein starkes Stück entworfen. Aus Polypropylen ist ein robuster Stuhl entstanden, der stabil und pflegeleicht ist. Der wetterfeste Kunststoff erlaubt den Einsatz im Außenbereich, wo er als Gartenmöbel flexibel einsetzbar ist. Mit dem Lauf der Sonne ist er schnell ins rechte Licht gerückt oder in den Garten an ein schattiges Plätzchen gestellt. Ein Depot an Stühlen erweist sich immer als sinnvoll, wenn unvorhergesehene Gäste ankommen. Klappstühle benötigen wenig Stauraum und lassen sich schnell hervorholen. Bewohner kleiner Wohnungen, ohne Platz für Gartenmöbel, stellen den Dolly Klappstuhl bei schönem Wetter auf den Balkon und holen ihn abends wieder rein. In der Küche oder im Esszimmer macht er sich durch seine besondere Form bemerkbar und gibt der Einrichtung einen gewissen Schwung. Wenn seine verschiedenen Farben geschickt eingesetzt werden, erhält der Raum ein neues Gesicht. In den klassischen Farben Schwarz und Weiß wird der Dolly Klappstuhl zum neutralen Sitzmöbel im Büro, in Konferenz- oder Unterrichtsräumen sowie im öffentlichen Raum. Ein Designerstuhl dieser Klasse hat seinen Preis. Dafür erhält der Käufer ein erstklassiges Produkt, das sich durch seine außergewöhnliche Form und seinen hohen Komfort auszeichnet. Das qualitativ hochwertige Material gewährt eine lange Lebensdauer bei intensiver Nutzung. Aber auch die Freude an einem schönen Stuhl ist ihren Preis wert.

Jean-Pierre Audebert

Jean Pierre Audebert gehört zur Elite der französischen Innenarchitekten. Er ist Mitlglied der renommierten „Société des Artistes Décorateurs“, einer Vereinigung der allerbesten Designer und Innenarchitekten Frankreichs. Nach dem Studium an der Ecole Boulle wurde Audebert sehr schnell mit Innenausstattungen und Projekten für Finanzinstitute, Schulen und öffentliche Einrichtungen bekannt und geschätzt. Er war maßgeblich an der Gestaltung des Hochgeschwindigkeitszugs TGV beteiligt.

Für den Möbelhersteller JORI, einer der exklusivsten Ledermöbelhersteller der Welt,   spielt Jean-Pierre Audebert eine wichtige Rolle, denn er gehört seit vielen Jahren zu einem Designerteam, das dem Unternehmen sehr viel Erfolg beschert. In Zusammenarbeit mit Christophe Giraud und Koen Verhaert entstehen qualitativ hochwertige Sitzmöbel aus Leder, die modernes Design mit außerordentlichem Komfort vereinen. Neben klassischen Formen treten exklusiv gestaltete Objekte ins Rampenlicht, die mit ihrem luxuriösen Aussehen die Wohnwelt aufwerten. Jean-Pierre Audebert bevorzugt die Drehfunktion für Stühle und Sessel, damit gewährt er ein ununterbrochenes Entspannen und die beliebige Veränderung der Perspektive des Sitzenden. Auf der Möbelmesse IMM Cologne 2011 sind die neuen Kreationen des Designers vorgestellt worden. Dazu gehört der Pegasus Sessel, der durch seine konische Form sofort ins Auge fällt und extrem schön und sympathisch wirkt. Er öffnet sich wie ein Kelch einladend zum Platznehmen. Senkrechte Steppnähte verlaufen an den Außenwänden und strecken ihn optisch nach oben. Diese hohe Rückenkonstruktion ist das charakteristische Merkmal des Models JR-6990-XL, weitere unterschiedlich hohe Modelle mit einer interessanten Auswahl an Bezügen stehen zur Auswahl. Neue Sofamodelle zeigen die Kunst und Professionalität des Designers, denn raffinierte Details und technische Innovation steigern den bekannten Komfort der JORI Sofas. Dakota und Nerida bezeichnen Sofas und Sessel mit klaren Linien, beide zeitlos und elegant. Mit dem  Fernsehsessel Idaho und dem Relax Sessel Square rundet Audebert seine Vielfältigkeit ab und bestätigt, dass er zu den namhaften Designern des Möbelgeschäfts gehört.

Pegasus Sessel

Der erste Eindruck ist angeblich immer der beste, so gewinnt der Pegasus Sessel schon dadurch, dass er an schöne Dinge erinnert. Seine konische Form öffnet sich nach oben wie ein Blütenkelch. An den Außenwänden verlaufen senkrechte Steppnähte, die den Eindruck erwecken, der gesamte Sessel würde sich nach oben strecken. Diese hohe Rückenkonstruktion kennzeichnet den Pegasus Sessel JR- 6880-XL. Fällt der Blick von vorne auf die Öffnung des Sessel, werden drei unterschiedliche Bereiche sichtbar. Zuerst der glatt bezogene runde Sitz, dann das im inneren Bogen verlaufende Lendenkissen mit geknautschter Optik und nach oben hin der Rücken mit vertikaler Unterteilung durch Steppnähte. Die gesamte Konstruktion steht auf einem Alu Drehfuß mit schwarzer Pulverlackstruktur. So lässt sich bequem die Blickrichtung in den Raum verändern ohne aufzustehen oder großes „Möbelrücken“. Zur Abrundung des guten Sitzkomforts kann ein passender runder Hocker hinzugestellt werden. Der Pegasus Sessel wird auch in einer kleineren Version angeboten die aus dem Sitzmöbel eine Raumskulptur werden lässt. Der Kunde hat die Wahl zwischen einer aufsteigenden, absteigenden, asymmetrisch linken oder asymmetrisch rechten Rückenkonstruktion, die jedes Mal ein scheinbar völlig anderes Möbelstück darzustellen scheint. Der Hersteller ermöglicht ein Farbenspiel der Bezugsstoffe, womit der Sessel schon wieder in einem anderen Licht erscheint. Mit einer einheitlichen Farbe bekommt er einen anderen Ausdruck als im farblichen Wechselspiel von innen und außen. Über die Kombinationsmöglichkeiten entscheidet der Kunde.

Der französische Designer Jean Pierre Audebert hat diesen wunderschönen Sessel für das Belgische Unternehmen JORI entworfen und  gilt als einer der besten Innenarchitekten Frankreichs. Im privaten Bereich wird er wahrscheinlich als Einzelstück Karriere machen, erst dann kommt er dort richtig zu Geltung. In großen Foyers und in öffentlichen Räumen von Kunst und Kultur kann er im Ensemble mit Seinesgleichen auftreten und wird sich dort etablieren.

Patricia Urquiola

Wahrscheinlich war sie schon eine fleißige Schülerin, sonst hätte Patricia Urquiola nicht diesen geraden und überaus erfolgreichen Weg als Designerin gehen können. 1961 im spanischen Oviedo geboren, studiert sie an der Faculdad de Arquitectura de Madrid Architektur, anschließend nimmt sie ein Studium am Polytechnikum in Mailand auf und promoviert unter dem berühmten Designer Achille Castiglioni. Für ihn und Bettinelli ist sie zwischen 1990 und 1992 an der Hochschule für Industriedesign in Paris als Assistentin tätig. Mit Vico Magistretti berät sie das Unternehmen De Padova, 1996 folgt die Leitung der Design Abteilung von Piero Lissoni. Mit dem „Studio Urquiola“ beginnt der Schritt in die Selbständigkeit nachdem sie sich mit der Inneneinrichtung von Restaurants und Showrooms einen Namen gemacht hat. Patricia Urquiola gilt als Wirbelwind auf dem Gebiet des Designs, weshalb sie die Italiener als „Hurricane“ bezeichnen. Immer arbeitet sie gleichzeitig an mehreren Projekten. Zu ihren Kunden zählen viele bekannte Firmen, unter anderem B&B Italia, Driade, Moroso und Hansgrohe. Sie schätzt die Experimentierfreudigkeit der Italiener, die ihr Raum lassen, für ihre Vorstellungen von Leuchten, Teppichen, Möbeln und Strickwaren. Obwohl viele ihrer Entwürfe rund und blumig sind, zeigt sie ihr Können auch bei geradlinigen Objekten. Sie hat ein Gespür für die Bedürfnisse im Badezimmer, was ihre Kollektion für den Bad- und Armaturenhersteller Hansgrohe zeigt. Der Mix von Neu und Alt, Bunt und Uni, Rund und Eckig ist das Markenzeichen von Frau Urquiola. Sie legt sich nicht auf eine bestimmte Stilrichtung fest sondern mischt ihre Ideen bis sie mit ihrem Ergebnis zufrieden ist. Der Kunde scheint es auch zu sein, denn Patricia Urquiola gehört zu den besten Designern weltweit. Einer ihrer größten Erfolge ist die Ausstattung des Luxus-Hotels „Mandarin Oriental in Barcelona. Katalonische Tradition trifft hier auf asiatische Stilelemente und europäische Moderne. In der Zukunft wird es noch viele Überraschungen von dieser kreativen Dame geben.

Supernatural Stuhl

Der Waliser Ross Lovegrove ist bekannt als Naturliebhaber und Freund organischer Formen, was sich immer wieder in seinen geschwungenen Entwürfen zeigt. Er selbst bezeichnet seine Arbeiten als „Organic Dreams“. Der Supernatural Stuhl, der Übernatürliche, zeigt wie kaum ein anderer den Bezug zu organischen Formen. Die stark taillierte Rückenlehne lässt eine Nähe zum 3107 von Arne Jacobsen zu, weckt jedoch mit ihren vielen Löchern sofort die Assoziation zu biologischen Zellstrukturen, die unter dem Mikroskop in allen Größen sichtbar werden. Um diesem Stuhl ausreichend Stabilität zu geben, wird er in einem aufwendigen Verfahren hergestellt, Spritzgusstechnologie mit glasfaserverstärktem Polypropylen, eine Neuheit in der Möbelherstellung. Lovegrove erklärt: “Bei diesem hochtechnologischen Prozess werden zwei Polypropylenschichten mit Glasfasern verwendet, um eine Ausgewogenheit zwischen strukturellen inneren Eigenschaften und äußeren ästhetischen Vorzügen zu erreichen.” Der Supernatural Stuhl ist ein Gebrauchsstuhl der einiges aushalten kann. Er ist pflegeleicht und stabil, prädestiniert für Familien mit Kindern, wo nicht immer liebevoll mit dem Mobiliar umgegangen wird. Aber auch im Außenbereich kann sich diese stuhlgewordene organische Form sehen lassen. In Weiß, Türkis, Fluo Grün und Orange passt er wunderbar auf die Terrasse, oder integriert sich mit seinen Farben in den blühenden Garten. Supernatural wird auch als Sessel angeboten und ist wie der Stuhl stapelbar, unbestritten ein Vorteil beim Lagern und Transportieren. Farblich passenede thermoformierte Sitzkissen aus feuerfestem Stoff unterstützen den hohen Sitzkomfort, denn manche Menschen benötigen immer ein Kissen. Beeindruckend wirkt ein Ensemble von Stühlen und Sesseln in der Sonne, weil durch die vielen Öffnungen der Stitzmöbel ein seltsames Spiel von Licht und Schatten stattfindet, das an der Hauswand oder auf dem Boden zu beobachten ist. Der italienische Hersteller Moroso fertigt seine Möbel unter Berücksichtigung neuester Umweltstandards, eine wichtige Voraussetzung für den Designer Lovegrove, dem eine nachhaltige Produktion äußerst wichtig ist.