Bone Chair

Jeder weiß, was Bone China ist, aber nicht jeder kennt den Bone Chair. Der Name klingt nach Schatzinsel und vergessenen Piraten, kann aber auch gruselige Bilder hervorrufen. Die koreanische Designerin Soyoon Choi wählte diesen Namen einfach deshalb, weil die senkrecht laufenden Holzstreben so aussehen, als würde der Stuhl seinen Brustkorb freilegen. Warum die Designerin nicht notwendige Teile in den Stuhl eingebaut hat, ist unklar. Mit dem Einfügen senkrechter Streben zwischen Armlehnen und Sitzfläche erhöht sich weder die Stabilität noch der Sitzkomfort des Stuhls. Trotzdem wird er viele Liebhaber finden. Als Material nimmt sie zum Glück keine Knochen sondern Buchenholz, das zum Schluss eine kräftige rote Lackierung erhält. Das signalrote Holz erinnert an die Lackkunst asiatischer Künstler und gibt dem Armlehnstuhl einen fernöstlichen Touch.

 

Der Bone Chair wird kein Designklassiker werden. Mit seinen harmonischen Rundungen und der Anlehnung an traditionelle Armlehnstühle aus Holz spricht er Menschen an, die gerne eine persönliche Beziehung zu einem Möbelstück aufbauen.

Seine Form strahlt Ruhe aus, die sich auf den Nutzer überträgt. Er ist ein Stuhl, der sich zum individuellen Sitzplatz entwickeln könnte, auf dem sich nur eine bestimmte Person niederlassen darf. In jeder Kultur gibt es solche Regeln, selbst in modernen Haushalten. Der Bone Chair eignet sich als Sitzplatz im Esszimmer oder in der Küche. Er ist 57,5 cm breit, 67,5 cm tief und 81 cm hoch. Die flache Sitzfläche könnte bei längerem Sitzen unbequem werden, ein Kissen wäre ratsam. Ansonsten ist der Stuhl bequem, weil die Arme abgelegt werden können und die Rückenlehne

hoch genug ist, sich anzulehnen.

 

Wem der Bone Chair zu schwer ist, um ihn als Sitzgelegenheit bei Tisch zu nutzen, kann ihn auch als Einzelstück aufstellen. Er ist ein attraktives Wohnaccessoire, dessen Anblick jeden Tag Freude bereitet.

 

Der Bone Chair wurde erstmals 2012 auf dem Soul Design Festival vorgestellt.

Thonet Stuhl S 774

Der Thonet Stuhl S 774 ist eine Re-Edition des S 664 Stuhls von Eddie Harlis aus dem Jahr 1954, der bis heute von Thonet hergestellt wird. Das Vorbild aus Schichtholz ist nun als Neuinterpretation aus einem neuartigen High-Tech-Material zu haben, das bisher nur Verwendung in der Automobilindustrie fand. In Zusammenarbeit mir Kegelmann Technik entstand dieser Stuhl aus der Verschmelzung von Carbonfasern, Kunststoff und Epoxidharz. Durch den Einsatz des neuartigen RTM-Verfahrens (Resin Transfer Moulding) ist es möglich, mit einer sehr dünnen Materialstärke zu arbeiten, die im Minimum nur 3 Millimeter beträgt, aber sehr belastbar ist. Durch dieses Produktionsverfahren erlangt der Thonet Stuhl S 774 Gemeinsamkeiten mit einer Luxuslimousine, technisch perfekt und optisch bestechend durch eine kurvenreiche Form mit hochglänzender Oberfläche, der so genannten Hinterglasoptik.

 

Die elliptische Form der Sitzschale des Vorgängers wurde nicht übernommen, leichte Kanten lassen den Thonet Stuhl S 774 zeitgemäßer erscheinen. Auch der Sitzkomfort der Re-Edition wurde verbessert. Die Sitzschale ist verbreitert worden und hat eine ergonomisch geformte Innenseite erhalten. Für den Nutzer bedeutet es, dass er seine Sitzposition in jede Richtung verändern kann. Die abgerundete Außenkante der Sitzschale passt ins Bild und erhöht den Sitzkomfort des Stuhls.

Die Verbindung der Sitzschale zum Untergestell aus Stahldraht ist unsichtbar. Das geometrische Vierbeingestell ist leicht gespreizt und erhält seine Stabilität durch über Kreuz angebrachte Querstreben. Die filigrane Struktur überlässt der Sitzschale die Dominanz in der Gesamtdarstellung, die ziemlich futuristisch anmutet.  Die Hohe Qualität des Stuhls, seine Entwicklung und Herstellung haben ihren Preis. Voraussichtlich wird er im Handel 3.451 Euro kosten. Dafür erhält der Kunde einen lebenslangen Lieblingsstuhl der Luxusklasse.

 

Der Thonet Stuhl S774 wird auf der imm Cologne vom 14. – 20. Januar 2013 auf dem neuen Format „Pur Editions“ einem internationalen Publikum vorgestellt werden und die Medienvertreter aus aller Welt anlocken.

Pit Stuhl von Tonon

Der Pit Stuhl von Tonon gewinnt den Interior Innovation Award 2013. Er wurde am Vorabend der imm Cologne während einer Festveranstaltung an das Designteam Maly Hoffmann und Kahleyss verliehen, die bekannt für ihre niveauvollen Entwürfe sind. Für die Jury erfüllt der Pit Stuhl alle Anforderungen des Designwettbewerbs, der „innovative Spitzenleistungen in allen Produktbereichen der Branche“ auszeichnet.

 

Der Pit Stuhl tritt mit einem minimalistischen Design auf, und zeigt die formvollendete Verbindung von Design und Handwerk. Hinter dem Entwurf stehen Designer, die weltweit Anerkennung finden und durch ihre gestalterischen Fähigkeiten überzeugen. Die Verarbeitung hochwertiger Hölzer aus amerikanischen Nussbau oder Eiche machen aus dem Pit Stuhl ein wertvolles Sitzmöbel mit langer Lebensdauer. Die Beine des Stuhls sind kunstvoll gedrechselt und scheinen aus der Sitzschale herauszuwachsen, da kein Holzrahmen zu sehen ist. Sie bilden einen eleganten Kontrast zur weißen Sitzschale aus Leder mit horizontaler Nahtführung. Als Alternative ist der Pit Stuhl mit Sichtholzrücken und gepolstertem Lederbezug erhältlich.

 

Die Maße des Stuhls sind großzügig angelegt und betragen: Breite 48 cm, Tiefe 55 cm, Höhe 83 cm. Auch große und stark gebaute Menschen finden auf ihm ausreichen Platz und immer ist genug Raum vorhanden, die Sitzposition bequem zu verändern. Mit einer Sitzhöhe von 47 cm ist der Pit Stuhl prädestiniert für den Einsatz am Tisch. Er lädt zu ausgedehnten Mahlzeiten und langen Gesprächen ein, ohne unbequem zu werden. Die ergonomische Form fängt den Körper des Nutzers auf und stabilisiert seine Sitzhaltung. Bei allen funktionellen Eigenschaften kommt die Optik nicht zu kurz. Der Pit Stuhl ist zeitlos elegant und hebt sich mit seinem hochwertigen Material von billiger Massenware ab. Das hat seinen Preis, ist aber sein Geld wert, denn Designerstühle sind immer eine Investition in die Zukunft. Sie bereiten dem Besitzer viele Jahre Freude und können an die nächste Generation weiter gegeben werden.

 

Thonet Stuhl S 664

Der Thonet Stuhl S 664 wurde 1954 von Eddie Harlis entworfen und war seiner Zeit weit voraus. Ein Blick auf Kunststoffstühle von heute zeigt nicht selten Ähnlichkeit mit dem Klassiker aus Holz, der auch nach über 50 Jahren erfolgreich produziert wird. Der Designer und Innenarchitekt Eddie Harlis hatte sich schon als Schüler mit Holzkonstruktionen und deren Formgebung beschäftigt und eignete sich in seiner Ausbildung zum Schreiner das handwerkliche Können im Umgang mit Holz an. Nach einem Studium an der Werkkunstschule in Hildesheim arbeitete er als freier Innenarchitekt und Designer für namhafte Firmen und widmete sich der Entwicklung von Sitzschalen aus Formsperrholz. Für den Thonet Stuhl S 664 verformte er das Sperrholz so extrem, bis Sitzfläche und Armlehnen eine Einheit bildeten. Um dem Holz die Spannung zu nehmen, erhielt die Sitzschale im Rücken zwei Öffnungen, die auf den Betrachter wie Augen eines fremden Wesens erscheinen. Verstärkt wird diese Optik durch das filigrane Untergestell aus Stahldraht mit einer geometrischen Anordnung. Der Stuhl scheint zu schweben oder kurz vor dem Abheben zu stehen. Dieses futuristische Design sprach die Menschen in den 50er Jahren besonders an, es war ein Zeichen des Aufbruchs und des Wirtschaftswunders in Deutschland. Auch Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik und Mode wurden von dem Wunsch nach neuen Formen beeinflusst. Film und Fernsehen bedienten die Zuschauer mit Science Fiction und Raumfahrtprogrammen. Der Thonet Stuhl S 664 traf den Zeitgeschmack und wurde ein Renner. Bis heute hat er nichts an seiner Attraktivität verloren, nicht nur wegen seiner außergewöhnlichen Form sondern auch wegen der ergonomisch gestalteten Sitzschale, die hohen Sitzkomfort bietet und den Körper des Nutzers angenehm umschießt. Thonet fertigt den Designklassiker in vielen frischen Farben mit verschieden farbigen Untergestellen, so dass er in jedes Wohnambiente passt, als Einzelstück ebenso wie im Ensemble. Weltweit ist er in gehobenen Hotels, Cafés, Eingangsbereichen und Konferenzräumen zu finden, immer da wo Holz dem Kunststoff vorgezogen wird. Der Thonet Stuhl S 664 wird nun als Re-Edition unter dem Namen Thonet Stuhl S 774, bestehend aus einem High Tech Material, auf der imm Cologne vom 14. – 20. Januar 2013 vorgestellt.

Thonet Stuhl 330

Das Berliner Studio für Industrial Design Läufer + Keichel hat den Thonet Stuhl 330entworfen und daraus das „Stuhlprogramm 330“ entwickelt. Im Oktober 2012 fand die Vorstellung auf der Orgatec in Köln statt, die nur für Fachbesucher geöffnet ist. Auf der imm Cologne vom 14. – 20. Januar 2012 können sich an den Publikumstagen auch Designinteressierte den Thonet Stuhl 330 ansehen und ihn ausprobieren. Julia Läufer und Marcus Keichel haben für den Bugholzspezialisten Thonet einen Holzstuhl gestaltet, der nicht rustikal sondern zeitlos elegant erscheint. Trotz seiner geradlinigen Silhouette wirkt er nicht streng, weil die organisch geformte Sitzfläche und Rückenlehne ein harmonisches Gesamtbild erzeugen. Ebenso wichtig wie die Optik ist der hohe Sitzkomfort des Stuhls, der unumstritten bequem ist. Die Designer legen bei allen ihren Entwürfen Wert auf den Einklang von Form und Funktionalität sowie auf die Nachhaltigkeit ihrer Produkte. Der Thonet Stuhl 330 wird aus massivem Buchenholz und Formsperrholz gefertigt. Er ist in Buche natur oder farbig gebeizt in 20 verschiedenen Holz- und Farbtönen erhältlich. Er kann in korallenrot wie ein Signal zum Mittelpunkt im Raum werden, in Frühlingsfarben gebeizt Frische ins Haus bringen oder elegant in weiß lasiert auftreten. Damit trifft der Hersteller den Geschmack der Kunden jeden Alters und macht den Stuhl überall einsetzbar. Den Thonet Stuhl 330 gibt es auch mit Armlehnen, was den Sitzkomfort noch einmal erhöht. Beide Modelle sind stapelbar und bieten sich für den privaten Haushalt ebenso an, wie für den Objektbereich. Die hochwertige Verarbeitung erstklassiger Hölzer gibt dem Produkt auch bei Dauereinsatz eine lange Lebensdauer, in der er nicht unmodern wird.

 

Läufer + Keichel beschreiben ihren Weg zum Thonet Stuhl 330 wie folgt: „Bei der Entwicklung des Stuhl- und Tischprogramms 330 für Thonet haben wir uns von der Atmosphäre in Künstlerateliers, Theaterbühnen und Literatencafés inspirieren lassen – von Orten, an denen ideelle Werte im Vordergrund stehen und wenige, dafür aber schöne und schlichte Dinge anzutreffen sind.“

Lavitta Chair von POIAT Architecture and Design Office

Unter all den Stühlen, die jedes Jahr auf den Markt kommen, gibt es immer Entwürfe, die auffallen. So ist es mit dem Lavitta Chair, der Teil einer Kollektion ist, zu der auch verschiedene Tische und Bänke gehören. Die Designer von POIAT Architecture and Design Office haben sich bei ihrem Entwurf von den traditionellen finnischen Gartenmöbeln inspirieren lassen und ihn zeitgemäß interpretiert. Der moderne Allzweckstuhl wird aus nur zwei Teilen montiert, Sitz mit Hinterbeinen und Rückenlehne mit Vorderbeinen. Hierfür wird Schichtholz in Form gebracht und anschließend gebeizt oder lackiert. Obwohl sich die Elemente wie bei manchen Klappstühlen kreuzen, ist der Lavitta Chair nicht klappbar und auch nicht stapelbar. Trotzdem lässt er sich bequem lagern, wenn er nicht gebraucht wird oder der Raumpflege im Weg ist, denn er wird, ähnlich wie Einkaufswagen, einfach zusammengeschoben.

 

Der Lavitta Chair ist in natur, blau und schwarz erhältlich, auf Wunsch in jeder beliebigen anderen Farbe. Die Oberfläche erhält einen seidigen Glanz, der den Stuhl von rustikalen Holzmodellen abhebt und ihn elegant erscheinen lässt. Die Designer haben bewusst die Verbindung der beiden Einzelteile mit Messsingknöpfen sichtbar gestaltet, um den Charakter des Stuhls zu erhalten. Aus dem Holzstuhl aus den Gärten Finnlands ist ein urbaner Stuhl geworden, der in jedes Haus passt. Er ist gut zu bewegen und sehr bequem, überall wo ein Stuhl gebraucht wird. Sein Auftreten ist typisch für Skandinavisches Design: hochwertiges Material in minimaler Form.

 

Hinter dem 2010 gegründeten POIAT Architecture and Design Office stehen Antti Rouhunkoski, Timo Mikkonen und Marco Rodriguez. Sie haben sich während ihres Studiums an der Hochschule für angewandte Kunst in Helsinki kennnengelernt,  die heute zur Aalto Universität gehört. Der Erfolg des jungen Teams begründet sich in ihrer konsequenten Linie, erstklassiges Material in eine zeitlose Form zu bringen, das eine lange Lebensdauer garantiert. Der Lavitta Chair wird gerade von den Medien entdeckt und hoch gelobt.

Jill Stuhl von Alfredo Häberli

Pünktlich zu Mailänder Möbelmesse 2011 wurde der Jill Stuhl der Öffentlichkeit vorgestellt, das Ergebnis der ersten Zusammenarbeit von Vitra und Alfredo Häberli. Als großer Bewunderer von Charles Eames und seiner unermüdlichen Forschung auf dem Gebiet der Schichtholzmöbel, befindet sich der schweizer Designer bei Vitra am richtigen Ort, um seine Vorstellung von einem modernen Stuhl aus Schichtholz zu realisieren. Häberli will nicht kopieren sondern die Möglichkeiten ausreizen, eine einteilige Sitzschale aus Holz zu fertigen, die seine Formensprache spricht. Mit modernster Technik, auf die Charles & Ray Eames noch nicht zurückgreifen konnten, wird der Jill Stuhl mit Hilfe eines patentierten Verfahrens hergestellt: Furniere werden wie ein Band gebogen, bis sie in der Sitzfläche mittig aneinander stoßen. Die Furnierdicke nimmt nach oben hin ab und es entsteht eine Öffnung im Übergang von Sitz und Rücken, die der Schale Flexibilität gibt und für einen hohen Sitzkomfort sorgt.

 

Bei der Gestaltung der Untergestelle findet sich eine Nähe zu Designklassikern, Häberli gibt ihnen jedoch ein zeitgemäßes Gesicht, indem er für das Stahlrohr-Vierbeinuntergestell verschiedene Materialien und moderne Farben ins Spiel bringt. In Kürze wird es den Jill Stuhl auch mit Massivholz-Untergestell und mit drehbarem Vierstern-Untergestell geben. Die Sitzschalen mit Furnieren in Eiche natur, Esche schwarz und Nussbaum lassen sich mit allen Untergestellen kombinieren und können mit gepolsterten Sitzbezügen in mehreren Farben ergänzt werden. Eine Auswahl an frischen Farben für die Kissen und die Befestigung mit Druckknöpfen an der Unterseite der Sitzfläche des Stuhls, sorgt für eine schnelle Veränderung nach Lust, Laune oder Bedarf. So kann der Jill Stuhl elegant klassisch aber auch bunt und modern aussehen.

 

Der Jill Stuhl sieht schon auf den ersten Blick bequem aus, was sich im Praxistest bestätigt. Ein Beweis, dass hoher Sitzkomfort nicht nur mit Kunststoffmöbeln zu erreichen ist, was Charles Eames schon immer wusste und sein Bewunderer Häberli mit seinem Entwurf beweist.

Louis Ghost wird 10 Jahre alt

Warum soll der Geburtstag eines Stuhls nicht gefeiert werden, wenn in manchen Dörfern der Geburtstag eines Traktors zum Dorffest wird? Louis Ghost wird 10 Jahre alt und die PR-Maschine läuft schon seit einiger Zeit auf Hochtouren. Der Hersteller Kartell hat sich einiges einfallen lassen, um auch den letzten Kritiker von der Schönheit und Qualität des transparenten Stuhls zu überzeugen. Alle Kartell Flagship Stores haben im Herbst 2012 die gleiche Schaufensterdekoration unter dem Titel: „10th Anniversary Louis Ghost Around The World.“ Das italienische Magazin Case Da Abitare hat dazu namhafte Fotografen eingeladen, den Stuhl auf einer Reise durch die Welt zu begleiten. Diese Fotos sind so schön, dass sie den Betrachter berühren. Louis Ghost wird 10 Jahre alt und wird gebührend gefeiert. Anfang September ging es in Helsinki los,  dann weiter nach Poznan, Lugano,  Mailand, Antwerpen, Paris, Brüssel, Mexico City und Hamburg. Veranstaltungen rund um den geisterhaften Stuhl finden noch in Bogota, Kapstadt, Tel Aviv und Kopenhagen statt. Mit einem Fotowettbewerb ist jeder ist dazu aufgerufen, ein Foto von sich und Louis Ghost zu machen. Als Gewinn winkt ein Sondermodell des Stuhls, das ab Oktober exklusiv in den Kartell Flagship Stores erhältlich ist. In der Mitte der Rückenlehne befindet sich die Lasergravur der Unterschrift seines Schöpfers Philippe Starck, und am unteren Ende des Ovals steht der Hinweis auf die Sonderedition.

 

Louis Ghost wird 10 Jahre alt und hat sich bisher über 1,5 millionenmal verkauft. Längst ist er nicht mehr nur Sitzmöbel sondern Kultobjekt für Personen jeden Alters. Er findet sich in Privathaushalten, Restaurants, Bars, in der Staatsoper Prag, in der Universität Budapest und in vielen öffentlichen Gebäuden der Welt.

 

Philippe Starck hat den Geisterstuhl gerufen und wird ihn nicht mehr loswerden. Ein Glücksfall für den Designer und den Hersteller Kartell, der ihn mit Hilfe moderner Kommunikation weltweit bekannt gemacht hat.

Folk Stuhl von Benjamin Graindorge

Der Folk Stuhl ist das erste Sitzmöbel von Benjamin Graindorge, der bisher mit Entwürfen von Leuchtobjekten, Vasen, Parfum Flacons und Spiegeln auf sich aufmerksam machte. Nun ist er zum Newcomer des ELLE DECO Design Award 2012 gewählt worden und wird einem internationalen Publikum bekannt. Diese Auszeichnung freut auch den französischen Designmöbelhersteller Ligne Roset, für den Benjamin Graindorge bereits die Vasen Bloomingbless entworfen hat. Nachdem der Franzose zahlreiche extravagante Objekte gestaltet hat, kommt der Folk Stuhl geradezu ruhig daher. Sein Gestell besteht aus massivem Eschenholz, das mit seiner offenporigen Struktur das natürliche Material unterstreicht. Der Sitz besteht aus drei, die Rückenlehne aus zwei Latten. Sie sind das charakteristische Merkmal des Stuhls und machen ihn volkstümlich wie einen Biergartenstuhl. Benjamin Graindorge verwandelt ihn in einen Designerstuhl, indem er die Latten-Elemente in Esche schwarz oder mit schwarzem Lederbezug fertigen lässt und moderne Komponenten einbaut. Die vier geraden Stuhlbeine sind mit vier diagonalen Streben verbunden, die sich unter der Sitzfläche kreuzen und für Stabilität sorgen. Sie sind für die Modernität des Stuhls verantwortlich und heben ihn von rustikalen Holzmodellen ab. Der Folk Stuhl bietet sich als Kompromiss an, wenn ein Familienmitglied mehr auf Klassiker aus Naturholz steht und das andere nicht. Die hochwertige Verarbeitung von Leder in verschiedenen Farben wird zu einem Nenner führen, um den Stuhl in die bereits vorhandene Einrichtung zu integrieren. Der Folk Stuhl verfügt über eine angenehme Sitzhöhe von 45,5 cm, so dass er an jeden Tisch passt um aufrecht zu sitzen. Er ist 83 cm hoch, 42 cm breit und 54,3 cm tief. Mit diesen Maßen ist er für die Einrichtung von Restaurants geeignet, in denen sich die Gäste in einer natürlichen Atmosphäre wohlfühlen sollen. Als Newcomer des Jahres des ELLE DECO Design Award 2012 wird mit dem Designer Benjamin Graindorge auch sein Folk Stuhl demnächst öfter zu sehen sein.

Envelope Chair

Der Envelope Chair kann sich in die Reihe der Designklassiker einordnen, denn er wird schon seit 1966 erfolgreich produziert. Er ist ein Entwurf von Ward Bennet für den nordamerikanischen Möbelhersteller Geiger, der heute zur  Gruppe Herman Miller gehört. Der Amerikaner Ward Bennet war Autodidakt und auf allen Gebieten des Designs tätig, bis hin zur Architektur. Als sein Markenzeichen galten die Verbindung von traditionellen und modernen Elementen sowie eine Neigung zum Minimalismus. Mit dem Envelope Chair entwarf er ein zeitloses Sitzmöbel, das bis heute nichts an Attraktivität verloren hat und in jeden Raum integrierbar ist.

 

Der geschweißte Stahlrohrrahmen besteht aus geraden Beinen, die fließend in Armlehnen und Rückenlehne übergehen. Die Stuhlbeine sind mit vier Querstreben verbunden, rechts und links unten, darüber vorne und hinten. Sie sorgen für die Stabilität der Konstruktion und schaffen eine optische Gliederung des Gestells. Rückenlehne und Armlehnen ergeben sich durch eine Lederbespannung, die um den  Stahlrohrahmen herumführt und ihn verpackt wie einen Umschlag. Daraus leitet sich der Name des Stuhls ab. Der gepolsterte Sitz ist mit dem gleichen Material bezogen, wie die Umhüllung des Stuhls.

 

Der Envelope Chair  findet sich häufig in den Büros von Anwälten, Notaren, Architekten und Designern, die nicht auf Stahlrohrmöbel aus dem Bauhaus zurückgreifen möchten. Das mag am höheren Sitzkomfort jüngerer Stühle liegen, aber auch an den vielfältigen Möglichkeiten, diesen zeitlosen Stuhl zu gestalten. Das Stahlrohrgestell wird mit verschiedenem Finish angeboten und für den Bezug steht eine große Auswahl an Textilien und Leder bereit. Sein klassisches Aussehen erhält er jedoch mit hochglänzendem Rahmen und Lederbezug. So wird er als Einzelstück gerne im Privatbereich aufgestellt, wo er zum bequemen Rückzugsort in der Leseecke oder am Schreibtisch wird. Der Hersteller verwendet hochwertige Materialien, die erstklassig verarbeitet ein langlebiges Produkt garantieren. Sollte der Envelope Chair unerwartet beschädigt werden, ist eine Reparatur immer lohnenswert.